Thursday, September 10, 2009

Lektion3: Dosen kommen in die blaue Tonne

Mülltrennung ist hier auch so eine Sache. Eigentlich ist es nicht so schwer, wenn man es erstmal verstanden hat. Eigentlich kommt alles in die blaue Tonne, außer Glasflaschen, Papier, karton und größere Plastikverpackungen, wie Plastikflaschen z.B. Diese Sachen kommen nämlich in die gelbe Tonne. ist zwar seltsam, dass Plastik in zwei verschiedene Behältnisse kommt. Aber ok.
So langsam leben Anna, Ruth und ich uns ein. Es gibt immer noch viele Dinge zu erledigen, aber so langsam wird dat wat. Wir haben alle unsere Zimmer. Ich hab ein Fahrrad, die Kurse für die Uni sind gewählt, wir haben ein Carde culture, wahrscheinlich bald eine mensa karte. Ab morgen ein französisches Bankkonto, ab hab ich wahrscheinlich ein französisches handy (das deutsche Netz verabschiedet sich exakt zu dem Zeitpunkt, wenn man über den Rhein fährt und ist danach auch nicht mehr auffindbar).
Die Sache mit dem Wohngeld beantragen könnte noch etwas kompliziert werden und die Sache mit dem Auslandsbafög hab ich wohl verschwitzt. Jaja ich weiß. Ich Held.
Dazu fällt mir noch ein. Die erste Woche, in der ich meine neue Heimat bezogen habe, hab ich so ziemlich alles vergessen, was man zum Leben braucht. Zahnpasta, Duschgel, Handtuch, Shampoo, Bettwäsche… gott sei dank hat Anna zwei Nächte bei mir geschlafen (damals hatte keine Wohnung) und hat mir netterweise mit ihrem Zeug ausgeliehen. Ja mein Bett hab ich dann endlich diese Woche Dienstag bezogen (irgendwie kam ich am Montag noch net dazu. Aber hey, es ist echt kuschelig. Ach ja mein Bett. es ist winzig. Hat ein Kopf und ein Fußteil und ist höchstens 1,90m lang. Sprich ich muss mir langsam neue Schlafpositionen aussuchen, weil die üblichen funktionieren leider nicht mehr. Auch wird unsere Bude im Winter ein wahrer Eispalast sein, weil die Fenster hundsmiserabel isoliert sind. Schon jetzt is es abends gut frisch. Nicht zuletzt hör ich die Störche trotz geschlossener Fenster im benachbarten Park abends immer klappern. Und man merkt das es Herbst wird. Die Krähen ziehen auf. Ich hab ständig Hitchkocks “Die Vögel” im Kopf (oder the Crow), wenn riesige Schwärme über mein Kopf hinweg ziehen.

Zum Ausgehen ist Strasbourg ganz nett. Ständig sind irgendwelche ERASMUS-Parties, wo man auf ständig neue Leute trifft, die man aber meistens am nächsten Tag wieder vergessen hat ;) Man hört auf solchen parties die unterschiedlichsten Sprachen und wenn man selbst in einem Gespräch ist, wechseln die Sprachen von deutsch zu französisch zu englisch zu spanisch und wieder zurück. Da soll man noch einen klaren Kopf bewahren. Der Wein tut natürlich sein übriges. Witzgerweise haben die diesen in so tussigen kleinen fast schon winzigen Weingläschen, bei denen man die hälfte verschüttet hat, bis man von der Bar zurück zur Gruppe gelaufen ist.
Heut abend ist z. B. die erste ERASMUS-Disco. ich bin gespannt, ob viele Leute dortsein werden, oder ob wir nur eine handvoll sind. Was ich aber auf jeden FAll empfehlen kann sind die Flams! Richtig geile leckere Flammenkuchen, die es in den verschiedensten Variationen gibt. Egal ob süß oder sauer - es ist definitiv für jeden etwas dabei.

Ach ja noch eine kleine Kloanektdote. Unser Klo ist natürlich wieder so klein, dass man morgens wenn man sich hinsetzt gleich wieder einpennen könnte, weil man den Kopf an die Tür lehnen kann, die direkt vor einem ist. Genau so kuschlig wie auf Julis Toilette. Und in der Uni gibt es eine Pissrinne, die mit Pissoirs übermauert wurde. Nur die Anschlüsse wurden irgendwie nicht sauber gelegt, sodass der ganze Saft aus den Pissoirs wieder direkt in die Pissrinne tropft und von dort dann in den Abfluss. Da fragt man sich doch: Warum gibt es überhaupt Pissoirs dort??

Neue Vokabeln: le beau fils ist der schwiegersohn und la belle mere die schwiergermutter. beau und belle bedeuten beidesmal schön/hübsch. Also kein Vergleich zum Schwiergermonster, oder zum Schwiergerdrachen in Deutschland. Hier freund man sich auf die Familie des anderen ;)  und wer hätte es gedacht: quasi ist ein französisches wort.

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Lektion 2: ein deutscher Ausweis hilft

In den letzten Tagen haben wir versucht, an verschiedene Vergünstigungen zu kommen. Und wir haben festgestellt. Unsere Uni is grad mal fürn Arsch. Zum einen besteht sie nur aus 350 Leute ja voll krass! (davon jedoch tatsächlich 6 Erasmus studenten. 2 Belgier, die allerdings im Praktikum sind, wir 3 und der Franz aus München). Und keiner will mit unserre Uni bzw. ecole privee verbünden. Denn wir sind zwar Austausch-studenten, aber trotzdem bekommen wir keine Vergünstigungen, weil wir eben nicht an der fac studieren (für alle die l’auberge espanol kennen, ja es ist tatsächlich so witzig, die studieren alle and er FUCK! a la fac für facultät) und mit der Hochschule keiner was machen möchte. Und so sind wir wie im Haus der Verrückten durch ganz Straßbourg gerannt um zu schauen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt. Und wär hätte das gedacht: Wir bekommen die Carte culture. Und wieso, weil wir einen Freiburger Studentenausweis haben und der da auch in der Kooperation ist. Aber die ESTES (meine Uni) eben nicht. Krass, oder? Mensa Essen gibt es für 2.90 und mometan kommen wir noch rein, aber wir bekommen auch noch keine Karte. Hoffentlich lassen die uns später auch noch rein. für den Preis bekommt man echt Hammer viel! ein Brot, ein Apfel, ein Joguhrt, Wasser, und ein Riesen-Hauptgericht-Teller!

Und ich bin jetzt ein Fahrradfahrer! Wer hätte das gedacht. Mein Arsch tut zwar schon vom Sattel weh und meine Oberschenkel schmerzen, aber hey, ich kann mich einigermaßen schnell damit fortbewegen. Und dass ist doch die Hauptsache. Doch die Franzosenspinnen echt mit ihren Radwegen. Mal gibt es welche, dann wieder nicht, dann muss man gegen den Verkehr fahren, dann muss man sich auf dem Fußweg durch Menschenmassen durchquälen.
Nur mein Rücklicht muss ich noch reparieren. Und ich bin in 14min an der Uni. Is echt cool. Werd zwar wahrscheinlich bald erfrieren aufm Rad, aber noch ist es echt cool. Nur hab ich gestern gelernt: Mit nassen Haaren umzuziehen ist nicht so der reißer.
genießt den Herbst

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Lektion 1: Mit Gas kochen ist gefährlich

So leute, eigentlich wollte ich ja schon längst wieder schreiben, und das habe ich auch. Aber ich bin halt noch net so konfirm mit den französischen Begriffen und so hab ich anstatt den Text zu kopieren (was ich wollte, damit ich ihn ja nicht umsonst geschrieben habe) auf einfügen geklickt. ja und so schnell war der mit Mühe geschriebenen Text verschwunden. Und dabei hab ich so lange dafür gebraucht, weil ich auf einer französischen Tastatur geschrieben habe. Da is einfach alles vertauscht! Damit kann man einfach nicht schreiben. Das a und das q sind vertauscht, das z mit y und x sind anders, das m ist völlig woanders, punkt und komma liegen auch ganz fern und für den punkt und alle Zahlen braucht man die Hochschreibtaste. Und noch viele andere Dinge. ihr seht also schreiben ist nicht so einfach.

Ja wo soll ich jetzt anfangen, es ist soviel passiert. Vielleicht mit einer Klogeschichte. Ja auch hier gibt es klogeschichten. ich bin am Wochenende zu Hause gewesen uns Sabine hätte eigentlich nur Toilettenpapier kaufen müssen, weil ich gesagt hab, dass ich den Rest in Freiburg kaufe. Am Freitag abend waren viellleicht grad von 5 Blatt auf der Rolle. Aber irgendwie hat es Sabine verschwitzt, denn als ich am Montag früh ins Bad kam stand da bloß ne Küchenrolle. Mich hätte es beinah umgeworfen. Ansonsten klappt unser Zusammenleben ganz passabel. Wenn ich morgens aufsteh ist sie entweder schon weg, oder sie lernt schon (da bekommt man echt n schlechtes Gewissen. Man hat das Gefühl sie lernt echt immer). Mittags bin ich dann auch weg und abends verkriecht sie sich nach einem gemeinsamen Essen auch meist in ihr Zimmer und ich geh nochmal mit Anna und Ruth in die Stadt.
ja zur Überschrift: Also mit dem Gaskochfeld komm ich mittlerweile gut klar. Auch wenn irgendwann bestimmt die Küche in die Luft fliegen wird (Sabine hat schon 3mal vergessen den Gashahn hinten zuzudrehen und einmal war der Herd auch noch ein wenig an). doch mit dem Gasofen… ohje, das ist echt nochmal eine ganz andere Liga. Hab erstmal den Ofen angemacht und dann mal geguckt, wo denn da überhaupt das Gasraus kommt, und ob der Ofen wärmer wird. War nicht der Fall aber es hat in kürzester Zeit doch etwas seltsam gerochen. nach kurzm lüften ging es weiter. Ich hab den Ofen nur leicht angemacht und bin mit dem Feuerzeug an der Ofendecke entlang gegangen. Hat nicht funktioniert. Und dann fand ich sie endlich: Eine Luke im boden, da hab ich den Deckel hochgehoben und dass Feuerzeug reingehalten und… wumps! es hat einen kurzen Knall gegeben eine große Stichflamme und voila, der ofen war an. Leider mussten einige meiner Armhaare darunter leiden.

Uni hatte ich jetzt auch schon 2mal. Verstanden hab ich nicht viel. Aber witzig war es trotzdem. Vor allem, wenn solche provokante Fragen auftauchen wie: “Habt ihr noch irgendwelch Fragen?” Äh, ja, was haben sie in der letzten dreiviertel Stunde erzählt?! Die Leute haben alle noch nicht so wirklich n Plan, und irgendwie funktioniert die Zusammenstellung unserer Kurse nicht so ganz wie gewünscht. Ich frag mich echt, warum es so einen stress mit dem learning agreement gab. Denn es gibt eh die Hälfte der Kurse nicht.
Nur in einem Kurs gab es gleich Probleme, weil der nur für 17 ausgelegt war und wir sind halt zu 3 gleich da mal noch rein und wurden gleich angeraunzt. Und dann hieß es so, die Deutschen stellen sich jetzt erstmal vor. Na toll!

An alle Studies: beschwert euch nie wieder über eure Uni, denn hier ist es echt komplizierter und mehr Chaos und also echt seltsam.

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Tuesday, September 1, 2009

La prochaine Station: Baggersee

Ja genau so heißt eine Haltestelle in Strasbourg. Andere klingen ähnlich deutsch wie: Watwiller(mein persönlicher Favorit, wenn man die Betonungen richtig macht), Longstross (lange Straße), und mein lieblingsrestaurant: le Schnockeloch. C’est drolle, non? Ja dritter Tag (Donnerstag) in Strasbourg. So langsam pisste mich diese Sucherei echt an. Ich ging wieder zur CROUS um neue Angebote einzusehen und wen treffe ich dort. Eine Österreicherin. Manchmal bedauert man es ja eine Person anzusprechen. Genau das war hier der Fall. Wieso? Später mehr. Ich ging also auf sie zu, und meinte wir könnten ja zusammen nach Wohnungen suchen (es funktionierten nur 2 von 6 PC und beide waren belegt. Einer von einem Afrikaner und einer von ihr). Gesagt getan. Wir fanden etwas. Allerdings brauchte es zwei Anläufe, weil die alte Frau am Apparat Sabine nicht verstanden hatte. Erst nachdem ich mit ihr gesprochen hatte, konnten wir einen Termin vereinbaren. Und was soll ich sagen, die Wohnung war echt gut. Anschließend traf ich mich mit Benjamin, weil ich dachte er hätte vielleicht etwas neues gefunden. Doch er brachte nur schlechte Nachrichten mit sich. Zum 1. wir konnten keine Wohnung am Abend angucken (es gab 2 Angebote), und er musste auch gleich sich wieder mit jemandem anderen treffen. Ich stand da wie ein begossener Pudel. Und wie der Tag es so wollte, folgt einem Mißgeschick dem Anderen. Ich fuhr zum Bahnhof, weil cih mir ein Bahnticket gekauft hatte um nach Hause zu kommen (ihr erinnert euch, ich fahre normalerweise mit der MFG um 18Uhr, aber damit ich die Wohnungen angucken konnte, welche eigentlich angedacht waren, musste halt der Zug erhalten). Natürlich konnten sie es in Frankreich nicht umtauschen, weil ich es in Deutschland gekauft hatte. Genervt ausm Bahnhof raus und direkt in einen pinken klebrigen Kaugummi getreten. Und da fragt mich nochmal einer warum ich Kaugummis nicht ausstehen kann!! ARGH!  Nach dem die meisten Reste entfernt waren kam gleich ein neuer Belag hinzu. Genau. Das typischste in Frankreich. Hundescheiße! Oh man, das war einfach nicht mein Tag. Nach all diesen Strapazen zog ich einen Schlußstrich. Ich rief meine MFG an, dass ich doch mit ihm mitfahren möchte. Dann rief ich Sabine an, dass ich die Wohnung haben möchte und ich mit der Frau um halb 5 einen Termin ausgemacht habe zur Vertragsunterzeichnung. Und wenn sie die Wohnung auch will, soll sie um diese Uhrzeit dort sein.
Joah, hat alles dann geklappt. Wir haben den Vertrag unterschrieben, auch wenn wir nciht wirklich wussten, was wir unterschrieben, weil wir beide des Französischen noch nicht so sonderlich mächtig sind. ABer die alte Frau hat uns immer wieder geholfen und erklärt, was die einzelnen Punkte bedeuten. Und nun bewohnen wir beide das Gartenhäuschen einer Villa. Aber lasst euch von dem Wort Häuschen nicht abschrecken. Die wohnung ist echt groß. Somit hab ich echt immer genügend Platz für Übernachtungsgäste. 3Zimmer (eins ist das salle de séjour - Wohnzimmer- , das ist bei allen Wohnungen so)eine nette Küche und ein winziges Bad. Alles meubliert und ausgestattet, hohe Decken, schwere Alte Schränke und Spiegel und einen tollen Garten, den wir mitbenutzen dürfen. Preislich passt die Sache für Strasbourg auch wunderbar. Einziger Haken. Gut es gibt einige kleine. 1. keine Feten! 2. Besuch für die Nacht muss angemeldet werden. (Sie hatte mal schlechte Erfahrungen gemacht: Plötzlich waren es nicht mehr 2 MIeter sondern 15, deswegen will sie es wissen, aber normalerweise macht das keine Probleme) 3. es ist etwas weiter von meiner Uni entfernt. 4. Sabine lebt ab jetzt mit mir. (Ich höre immer die Szene aus Sechserpack! Hoffentlichkennt es jemand außer mir!). Sabine ist ein österreichisches Madla, welches kaum Erfahrung mit irgendwas zu haben scheint, ein Mauerblümchen ist, und sich weigert mit mir Deutsch zu sprechen, obwohl ihr Französisch noch viel grottiger ist, wie meins und ich rede schon nicht sonderlich toll.
Aber wer weiß, vielleicht ändert sich ja mein erster Eindruck noch. Ich werde euch auf jeden Fall darüber berichten.

So, ab morgen bin ich nun in Strasbourg. leider habt ihr mich doch nciht für so lange los, wie ich gehofft hatte. Ich habe einige Bedienungsangebote erhalten, die ich (genau der Kohle wegen) angenommen habe. Von dem her bin ich im September wahrscheinlich die meisten Wochenenden noch da. sprich wir könnten auch noch etwas unternehmen.
Ich freue mich immer über Besuch in Strasbourg. Nur wie gesagt, bitte mit Anmeldung ;)

Und jetzt A bientôt

Posted by at 21:40:03 | Permalink | Comments (1) »

prochain jour, prochaine chance (neuer Tag, neues Glück)

Nachdem der Montag erfolglos blieb versuchte ich mein Glück am Mittwoch ein anderes Mal.
Madeleine war leider nicht da, sie wollte kommen, hatte sich dann spontan aber umentschieden. Dafür gab sie mir ne Handynummer von Benjamin (ja man muss diesen Namen richtig näselnd aussprechen). Er sei auch auf der Suche nach ner Wohnung und wir könnten uns ja zusammen tun. Gesagt getan, Treffpunkt um 16 Uhr vor der Kathedrale. Wir hatten jeder andere Treffpunkte im sinn, aber das war der einzige Ort von dem wir beide sicher wussten, das wir den Weg dorthin finden würden. Doch bis zu diesem Termin war es ja noch ne Weile hin. Ich telefonierte also etwas in der Gegend rum, habe eine Wohnung angeguckt, die nix war und erhielt um 12 einen Anruf von Johan. Er hatte meine Telefonnummer von Madeleine (sie koordinierte scheinbar die “Studenten-auf-Wohnungssuche”-Bewegung). Wir könnten uns doch treffen. Ebenfalls wieder an der Kathedrale. Und was soll ich sagen. In dem Moment wo ich zur Kathedrale kam hab ich mirauch schon überlegt wieder um zudrehen. Pottenhäßlich! Mehr fällt mir dazu nicht ein. Eine große Augenbraue. Haaransatz mitten auf der Stirn, dicke Augenwülste (oder wie nennt man die Dinger, die bei den Neandertalern stärker ausgeprägt sind?), total affektierte Art (es überkommt einen das Verlangen ihn immer wenn er lacht eine zu scheuern), und so ein Haarband für seine langen Haare. Und dann dieser Name: Johan. Genau so nennen die Franzosen mich, wenn sie meinen Namen nicht richtig aussprechen können. Sprich der Typ hatte von vorneherein schon keine guten Karten. Aber hey, er konnte französisch und so gingen wir zur CROUS und haben gemeinsam nach WGs geguckt. Toll das einzige was geklappt hatte, war ein Termin um kurz vor 8 am nächsten Tag. Und da war ich ja nicht da. später hab ich Johan dann zum Treffen mit Benjamin mitgenommen. Und es stellte sich heraus, dass die beiden sich eine Stunde später ebenfalls treffen wollten (Madeleine hatte wohl auch da, ihre Finger mit im Spiel). Ich hatte Zeitungen in der Tram gefunden und markierte nun geeignete Wohnungen und die beiden telefonierten die Liste durch. Mit mäßigem Erfolg. Naja 1 Wohnung konnte besichtigt werden, jedoch erst am nächsten Tag um 20Uhr. Und auch das war wieder später, als es für mich normalerweise üblich war, denn meine Mitfahrgelegenheit fuhr schon um 18Uhr. Dennoch wollte ich die Wohnung sehen, also versprach ich, dass ich morgen kommen würde.

Anmerkung der Redaktion:
Bei der Wohnungssuche sind wir immer wieder auf diese Drecks-Agenturen gestoßen. Von 50 Annoncen waren vielleicht 10 ohne eine Agentur im Hintergrund. Echt lästig. Wir waren kurz davor uns mit einer Argentur zu einigen. Ebenfalls sind die Mietpreise in Strasbourg nochmals teurer wie in Freiburg. Keine Ahnung warum. Die Franzosen schlafen auch auf engstem Raum miteinander. Bspw.: in einem Jungen-Wohnheim (ja die katholische Kirche steht da im Hintergrund) schlafen die 2 Jungs in einem Zimmer. Bah! Wo ist denn da die Privatsphäre?? Auch die Sache mit der Dusche und WC aufm Stockwerk is völlig normal. Findet man x-fach in der Zeitung! Aber für ein gemütlichen Studio zahlt mal gleich mal 260 kalt plus 80 Nebenkosten. Echt ärgerlich. Wusstet ihr übrigens das Strasbourg größer ist als Freiburg. Ja hät ich auch nicht gedacht, is aber so. (Das es eine wunderschöne Stadt ist, muss ich wahrscheinlich keinem mehr erzählen, weil bis auf meiner Wenigkeit waren wohl alle schon in Strasbourg gewesen)

Posted by at 21:21:07 | Permalink | No Comments »

suive moi à Strasbourg

So liebe Leute,

die Seite wird wieder neu aufgefüllt mit wissenswertem von mir. ab jetzt lohnt es sich wieder ab und an auf diese Seite zu schauen um zu hören wie es mir geht.
Ich versuche mal die drei Tage, die ich in Frankreich war zusammen zu fassen. Ich hatte das Glück, dass ich gleich zu Beginn eine super Mitfahrgelegenheit gefunden habe. Ein Bulgare, der mich immer mitnimmt, weil er in Strasbourg arbeitet. Und so günstig. für nur 5 Euro sind sie dabei.
Dort angekommen, war ich natürlich erstmal verplant wie immer. Ich habe mir ein Appartement angeguckt, welches ich mir überlegt hatte zu mieten für 1 Monat. Das verwarf ich jedoch sehr schnell, als ich das Zimmer tatsächlich gesehen habe. Es hatte eine echt miese Lage (direkt neben den Gleisen, in der Nähe eines schäbigen Nachtclubs, überall seltsame Gestalten…) und günstig war es auch nicht. Außerdem war das ganze nicht wirklich ein Zimmer. Es war ein vielleicht 9m² großes Loch mit Bett, Tisch, Regal, einem Waschbecken und einer Dusche und.. genau das Highlight war: Die Toiletten befanden sich auf dem Gang. Sprich 20 andere Zimmer würde meine morgentlichen Ergebnisse auf dem Klo miterleben. Nicht das ich sowas nicht von China kennen würde. Aber für soetwas dann fast 400€ zu zahlen, war mir dann doch zuviel. Also weitersuchen war angesagt. Ich bin zuerst zu meiner Uni, in der Hoffnung, das die mir vielleicht Hilfe geben könnten. Fehlanzeige. Dann ins Touristenbüro für einen Stadtplan (Sauerei, der war nicht mal umsonst, die Franzosen machen auch mit allem Geld ;)). Dort bekam ich einige Infos, wie ich am Besten weitersuchen sollte. Ich war kurz in einer Agentur nur um mal zu hören, wieviel die denn dort verlangen: 170€!! Das war mir echt zu teuer. Wobei diese Agentur noch eine der günstigen war. Meine letzte Hoffnung war die CROUS (eine Art Studentenwerk). Bis ich geschnallt habe, was ich dort machen muss. Erstmal registrieren, verschiedene Papiere ausfüllen etc. Schlimm. Gott sei dank half mir eine nette kleine Französin. Mit der ging ich auch dann gleich zu Mittag essen. Und ich kann nur sagen: Die Franzosen machen echt einen Haufen müll. Ich aß ein Sandwich, ein Apfel und nahm ein Wasser zu mir. Alles separat in Papiertütchen gemacht und anschließend noch in eine große Plastiktüte. Krass! Madeleine verstand gott sei dank gut Englisch, sodass wir immer zwischen den Sprachen geswitched haben. Nachmittags gab es dann noch eine Wohnungsbesichtigung zusammen mit einem Equatorianer. Die wohnung lag über einem ausgebrannten Nachtclub mit namen elastic bar. Das Haus sah von außen ziemlich bruchfällig aus. Die Türen waren mit Graffiti verschmiert, und die Bar wurde gerade mit Presslufthammern und anderem Handwerkszeug bearbeitet, sodass es nicht gerade verlockend aussah, diese Wohnung zu mieten. Von innen war sie jedoch ganz nett. Allerdings hätte der Equatorianer die Miete 1 Jahr im voraus zahlen müssen, weil er keinen französischen Bürgen vorweisen konnte. Das wollen nämlich fast alle Vermieter von ausländischen Mietern haben. Mich wollte er schon aus dem Grund nicht nehmen, weil ich nur für 5 Monate bleiben wollte. Kurz um, an diesem Tag fand ich keine Wohnung und ging traurig wieder nach Hause

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