Saturday, November 7, 2009

Urlaubsgrüße aus Deutschland

Ja, wer hätte es gedacht, dass ich in meiner Urlaubszeit mal in Deutschland aufkreuze. Genauergesagt in Allemagne, genauergesagt, in Allemagne de Provence. Ja dieses klein Deutschland hat auch nur süße 2000 Einwohner (oder noch weniger?).

So, wo fang ich am besten an zu erzählen. Alllsoo: Anna wollte schon immer in den Süden, ich eher in den Norden von Frankreich. Wir haben relativ spät angefangen mit suchen und so kam es, dass wir uns am Mittwoch nachmittag entschieden haben uns Tickets für Donnerstag früh zu kaufen. Waren so extrem-sonderangebots tickets für 29€ nach Marseille… ich mein hey, was will man mehr. So kams, auch, dass ich mit ihr zusammen gereist bin. Jugendherberge und das alles mussten wir uns dann vor Ort gesucht. Hat aber so ziemlich alles geklappt, bis auf einen kleinen Zwischenfall. Wir hatten am 3. Abend in Marseille ein Doppelzimmer in der Jugendherberge. Wir kamen nachts zurück und wollten einchecken. Wir sagten Zimmer 29, der Herr an der Rezeption gab uns einen Schlüssel. Ich fragte, ob wir nicht zwei haben könnten, er sagte das wäre der Letzte. Und schon da wurde ich stutzig. Wie der Letzte?? Ich sollte recht behalten. Wir polterten fröhlich munter in das Zimmer 29 um eine schon etwas ältere Frau aus dem Schlaf zu reißen. Diese war not amused. Und wir sind dann schnell wieder raus und wollten ein anderes Zimmer. Der Rezeptionist fragte, ob das Zimmer nicht in Ordnung sei.. nach kurzem Erklären und nach gefühlten 10minuten, die der Herr im Pc rumgesucht hat, gab er uns endlich neue Schlüssel. In einem Zimmer mit defektem Wasserhahn. Na super. Und nachdem Anna auch noch dranrumgespielt hat, lief das Wasser erstmal in Strömen. Toll zum einschlafen! Zu den Toiletten ist zu sagen: Die Südfranzosen brauchen wohl alle keine Klobrille. Diese findet man nur noch in sehr verschlafenen Winkeln. Ansonsten is die abmontiert. überall. In Cafés, in Bars, in Jugendherbergen (wisst ihr wie das in die Schenkel geht, wenn man mal,.. naja, das was halt alle nach gutem Essen machen ;)…macht. Da is nix mit gemütlich Zeitung lesen). Wie hab ich mir doch die chinesischen Löcher zurückgewünscht. Das war wenigstens komfortabler. Aber wer wird denn groß Meckern. Nach Marseille haben wir einen kleinen Abstecher nach Aix-en Provence gemacht. sehr nettes kleines Städtchen das nur für die Studenten gemacht ist. Juhu! Altersdurchschnitt ziemlich jung, überall Cafes, überall Kneipen, alles was das Herz begehrt. Und da ja Engel reisen hatten wir auch bis auf den 1. Tag immer schönes Wetter.
Das war der leichte Teil der Reise. Nun folgt der etwas beschwerlichere Teil mit Namen: Manosque sehen - und sterben. Wir fuhren nach Manosque zum einen a) weil es dort eine Jugendherberge gab und b) weil man uns ins Aix sagte, dass man uns dort wahrscheinlich am ehesten sagen könnte wie wir in die Gorges du Verdon kommen. Die Gorges, dass sind für alle Erdkundebegeisterte die größte Schlucht in Europa und die 5.größte auf der Welt. Also ein Riesen-oschi. Ich frag mich, warum die nicht viel mehr Werbung damit machen. Ich mein hey, den grand Canyon kennt doch auch jeder, wieso also nicht die Gorges? … Ich kann euch sagen warum: Weil das Verkehrsnetz dort gelinde gesagt nur schwach ausgebaut ist. Das mussten wir leider grausam feststellen. In Manosque angekommen (ich hasse Dörfer die auf nem Berg liegen, der Bahnhof aber am Fusse dessen liegt), und erstmal 1,5km bis zur Stadtreingelaufen, treffen wir auf eine übereifrige Frau im Touristenoffice an: “wie kommen wir zu den Gorges” “keine Ahnung, fragt am Bahnhof nach” (schon bei so einem Satz, möchte man am liebsten diese Frau würgen, lief man doch umsonst mit einem 20kg schweren Rucksack den Berg rauf). “wo kann man am besten übernachten bei den Gorges” “in jedem Dorf”. “welches Dorf würden sie empfehlen” “es sind alle schön” “wie kommen wir zur Jugendherberge” “die hat schon zu”.
Ihr könnt euch vorstellen, das unsere Laune binnen Sekunden auf dem Erdboden zerschellt ist. Wir namen es mit Humor und versuchten aus der Stadt rauszukommen. Hat nicht geklappt, also namen wir um 4 den Bus nach Riez, nur um dort festzustellen, dass das nächste Hotel 2km von der Stadt entfernt an einer Straße liegt. Juhu! Und es gibt natürlich keine Busse nach st. Moussier und überhaupt nichts. Nach diesem erneuten langen Marsch fielen wir erschöpft ins Bett. (kleines Gimmik: Die Fernsehbedienung war komplett in Plastik gehüllt: man könnte ja Fingerabdrücke drauf hinterlassen. Witzig)
Am nächsten Tag haben wir nachdem wir 2km richtung St. Moussiers (dem Nirgendwo der Provence schlechthin) gelaufen sind,  ein Taxi rangewunken (es war das einzige Auto das angehalten hat) und kamen nach St. Moussiers. Und endlich hatte mit uns jemand mitleid. Nämlich der Typ im Office du Tourisme. Nachdem er uns klar gemacht hat, dass wir von St. Mousier nur mit Taxi wieder wegkommen und auch danach wir eigentlich kaum Chancen haben weiterzukommen, hat er uns angeboten uns bis Digne de Bain mitzunehmen. Super klasse! Damit war der TAg gerettet. Wir konnten uns die schöne Landschaft angucken, sind fast an die Gorges rangekommen (ja das war blöd, der ganze Stress für etwas, was wir zum Schluss doch nicht gesehen haben), und haben uns an einem tollen Gebirgssee die Füße gekühlt. Abends gings dann nach Digne und von dort aus lief wieder alles klatt. Was ich nur nicht verstehen kann ist: Wenn das ganze so ne Touri-gegend ist, und das ist es im Sommer wohl echt. Wieso ist dann das Verkehrssystem so grottig. Überhaupt! In allen Städten scheint die Sache mit den öffentlichen Verkehrsmitteln noch ziemlich zu happern. Marseille. letzer normalerbus 20.00. letzte Ubahn. 22Uhr. , sprich wir haben uns manchmal schon in den Nachtbus um 20.45 gesetzt. Das ist doch Bizarr. Sowas kann man doch noch nicht Nachtbus nennen. der letzte fährt um 0:45. Auch am WE. Und das in Marseille. Echt beängstigend. In Avignon war es noch schlimmer. Letzer bus. um 19.41. schön, dass wir um 19.50 an der Bushalte stelle waren um zu gucken, wir wie am schnellsten zu unserer Jugendherberge kommen. Antwort: à pied. Überhaupt war unser Urlaub sehr sportlich. Ständig sind wir unterwegs gewesen, haben Städte angeguckt, sind durch die Calanques gelaufen (Riffe/Felsen bei Marseille), sind zum See und bis fast an die Gorges gelaufen (war auch wiedern kompletter Tag) und das Highlight schlecht hin: Wir haben uns in St. Maire de la mer Räder gemietet um im Naturschutzgebiet am Rande des Meeres rumzufahren. War echt wunderschön, auch wenn die Bilder leider net so der Hammer geworden sind. Das ist übrgens eines DER angesagten Treffpunkte für Flamingos im Winter. Haben schon ganz viele dort gesehen. Seltsame Vögel. Ich hätte ja gern ein Tandem gehabt, aber Anna war leider nicht zu überzeugen. Und hier kommt mal wieder ne Frage, die sich Jochen eigentlich den ganzen Tag aufm Radel gestellt hat: Warum müssen Männer so verdammt harte Sattel haben? Ich mein, (ohje, jetzt muss ich wieder im vorhinein einschieben, dass ich das, was jetzt kommt, nicht wertend sondern nur beschreibend meine und nicht böse meine und… ach mir glaubts ja doch keiner) Frauen sind doch eh schon besser gepolstert dort, wieso bekommen sie dann auch noch die weicheren Sattel? Oder wieso bekommen Männer nicht auch weichere Sattel? Dann könnte man sich doch den Scheiß mit den Einlagen in den Radlerhosen sparen. Oder hat das einen aerodynamischen - mir bisher nicht verständlichen - Grund? Ich weiß nur: mit einem Mountainbike über ständig unebenes sehr holpriges mit ungleichgroßen Steinen übersätes Gelände zu fahren, schmerzt auf die Dauer ziemlich. Ach ja noch ein weiterer Grund für weichere Sattel oder Sätte(l??): Männer haben dort sogar eine schmerzempfindliche Drüse. Also wer kam auf den: Männer sind hart im nehmen, deswegen bekommen sie härtere Sattel Scheiß? Ich bitte um kreative und interessante Antworten. Noch besser, wers tatsächlich weiß. Ich kann nur sagen, danach war die Klosache nochmal anstrengender. Aber die Tour hat sich trotzdem gelohnt. Wir hätten beinah (ja leider wieder nur beinah, ihr seht das aber auch viel zu negativ alles: der Weg, ja der Weg ist das Ziel) riesige Salzabbauwerke gesehen (also halt da wo Meerwasser verdampft und Salz zurückbleibt).
Anstelle dessen haben wir es uns halt am Meer bequem gemacht und unser lecker Essen ausgepackt. Es gab wie jeden Tag: Baguette. Und wieder Baguette, und wieder Baguette. Wahlweise mit Käse, SAlami, Tomaten oder an besonderen TAgen wie am Strand mit allen drei Sachen! Ja, Luxus, gelle. Hatten auch nach den Callanques unseren eigenen Kräutergarten dabei. Hatten dort Thymian und Rosmarin gefunden und gleich eingesteckt.
Nach St. Marie dela mer gings noch nach Avignon. Hammergeile Stadt. Kann ich echt nur jedem empfehlen. mit nem riesen coolen Schloss in der Mitte. Und coole Gassen und. Also dat is echt ne Stadt nach meinem Geschmack. Und alles ist umrundet von einer Stadtmauer.

ja und dann gings auch schon heim. Achja, was ich oben vergessen habe zu erzählen: wir haben die Insel/Gefägnis gesehen, von welcher der Graf von Monte Christo geflohen ist. Ihr alle kennt ja die Geschichte. Wenn nicht lesen, oder angucken(oder bei Wicki googeln). Denn das witzige daran ist: Eigentlich ist die Insel ja gar nicht so berühmt, sondern erst die Geschichte hat es gemacht. Sprich die Leute gehen dorthin, weil sie wissen, das eine Figur aus einem Buch dort mal gewesen ist. Merkt ihr wie abartig das klingt! Aber damit noch etwas mehr pep reinkommt, hat man noch den Mann mit der eisernen Maske draufgeschmuggelt. Man weiß zwar nicht ob er da war, aber es klingt so schön, wenn man es einfach über einen Zellenblock drüber schreibt. Und dafür zahlt man dann gesalzene 15Euro (muss noch ne Fähre bezahlen, die einen zur Insel bringt)

So, jetzt habt ihr aber viel gelesen, weitere Highlight, kommen ein ander mal

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Thursday, October 22, 2009

Französische Wäscheständer rocken

Ja, die Teile sind echt cool. Da kann man überall Wäsche aufhängen, an den Beinen, dan den Seiten, nur bis man den mal zusammengebaut hat. Ohje, ich sags euch.
Dementsprechend war ich auch zum ersten Mal Wäsche waschen. Das ist vielleicht kompliziert, wenn man die Anleitung nicht so wirklich versteht, aber es waren Gott sei Dank noch andere Leute zum Fragen da und so ist hoffentlich noch alles in der Größe wie es sein soll. Und ich hab jetzt auch eine Tüte Vanillin-Zucker… der Zusammenhang? Ganz einfach. Ich hatte kein Kleingeld für die Waschmaschine, und in dem blöden Salon gab es leider auch keine Möglichkeit einen Schein klein zu machen. Deswegen bin ich zum Araber nebenan und wollte den Schein kleingemacht haben. Dafür musste ich etwas kaufen. Und das billigste war nunmal ein Tütchen Vanillin-Zucker. Hey man weiß ja nie, wann man plötzlich mal einen braucht.
War am Wochenende in einer Bar/Disco verschnitt gewesen. Und an den Türen stand nur Zizi (siesie) und Zezette (sesedt). So wieder das schöne Ratespielchen.. in welche Tür geht hier rein. Ja meine Herren auch wenn es merkwürdig erscheint. Aber wir haben eine Sissi. Die Mädchen eine Sesedt. Mit diesen Worten erklärt man kleinen Kindern den Unterschied zwischen Mann und Frau. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Deutschen einheitliche Wörter haben für das. Glaub alle Eltern erklären es anders. Überhaupt sind die Franzosen in dem Bereich etwas seltsam. Sie sagen zum Beispiel häufig, j’ai fait pipi /kaka.. auch für die Nicht-Franzosen unter uns ist wohl klar was das bedeutet. Und das sagen nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen! Schlimm.
Um wieder auf die Toilette zurück zukommen. Bei einem Pissoir wurde wirklich übertrieben. Das hängt nämlich in Brusthöhe. Kann mir mal jemand sagen, wie man da treffen soll? Na direkt nebenan zwei Griffe sind gibt es 2 Theorien. Theorie 1: Es ist für die Sportlichen, die sich wie beim BArren an den Griffen hochziehen und dann freihändig und mögllicherweise noch mit Handstand urinieren. Theorie2: Es ist für die Besoffenen, wenn sie kotzen müssen: Griffe zum Festhalten, Klo in Kopfhöhe, kein lästiges Bücken, kein, ich knall an die Türe, weil ich mich nicht festhalten kann und sich alles dreht. Sehr praktisch!

So, aber nun zum eigentlich Teil. Achtung Fanfaren: Ich fahr morgen früh nach Marseille und bleib am Meer bis nächste Woche Sonntag. Und das war n totales Schnäppchen. Hin und Rückfahrt kosten lediglich jeweils 29Euro. Gut, wir müssen uns noch darum kümmern, wo wir genau unterkommen, aber das wird schon. Ihr wisst ja, das hat immer irgendwie geklappt. Morgen früh… also besser gesagt in ein paar stundengehts los. Deswegen hier die letzte Nachricht für die nächste Woche. Werd mich erst wieder melden, wenn ich zurück bin. Aber ich denke an euch, wenn ich am Meer sitze und n Cocktail trinke. Und dabei das berühmte Ärztelied singe: “Ich lieg am Strand, mit einem Eiskalten Getränk in meiner Hand.” Ich hab ne Sonnenbrille auf, weil ich sie bruach die Sonne scheint mir auf den Bauch. So gehts doch auch.

In diesem Sinne frohes schaffen. hehehe

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Friday, October 16, 2009

Ich schmeiß mich weg

So liebe Freunde des gepflegten Humors… lern grad Vokabeln und es kommt grad eine Eselsbrücke nach der anderen:

enceinte bedeutet zum einen: schwanger, aber auch die Lautsprecherbox und die Stadtmauer. Da weiß man gleich wie französische schwangere Frauen ausschauen

négligé heißt überraschenderweise ungepflegt

und die Sprache wechseln heißt nicht changer langue, das bedeutet nämlich die Zunge austauschen, sprich ein Zungenkuss. Jaja die Franzosen, haben für einen begriff 20 bedeutungen und in der Regel hat jedes Verb eine zweite schlüpfrige Bedeutung.

So, das nur noch als kleines amuse gueulle.

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I want to ride my bike

So, Kinder, da bin ich mal wieder. Heute ist ausnahmsweise mal ein Regentag. Ich hoffe, das ist eine Ausnahme, bisher hat das WEtter doch auch immer so schön mitgespielt. So langsam wird es auch hier Winter und ich hab meinen großen Wintermantel schon Griff bereit gelegt. Vor allem aufm Fahrrad ist es jetzt kalt. Aber bei meinem Speed auch kein Wunder. Ich komm mir immer irgendwie wie ein Fahrradkurrier vor, denn der hält sich auch an keine Verkehrsregeln. Die Franzosen nehmen es mit den Ampeln nicht sonderlich genau. Fußgänger ignorieren eigentlich ständig rote Ampeln und für die Fahrradfahrer gibt es überhaupt keine REgeln. Die fahren auch bei Rot (Auto rot, kein Fußgänger rot, also nochmal ne Stufe heftiger) über eine gut befahrene Kreuzung. Aber daran kann man sich echt gewöhnen. Fahrradfahrer dürfen hier allen und sind die Checker der Straße. So wie ich ;) Gut, ich hab immer noch meine deutsche Manieren intus und tu mich teilweise noch etwas schwer, aber mit dem nötigen Franzosenpuffer (wer bei China immer mit gelesenhat, der kennt noch den Chinesenpuffer) funktionieren auch gut besuchte Straßen. Allerdings ist auch ein bisschen das Bauamt daran schuld, dass die Fahrradfahrer kreuz und quer in alle Richtungen flitzen, denn Fahrradwege gibt es nur bedingt und die hören auch immer mal wieder gerne mittendrin auf. Kein Wunder, dass man nicht mehr weiß, wie man richtig fahren soll.
So nun zu weiteren Dingen, die ich hier gelernt habe. Zum einen gibt es Gugelhupf auch salé, also deftig, mit Speck und Schinken. Sehr geil! Ach ja Walnüsse sind auch noch drauf. Dann gibt es ein Desinfektionsspray für die Hände. Jede Französin hat so eine desinfizierende Lotion dabei. (Wahrscheinlich wegen der Grippe, hier machen alle Panik deswegen). Ebenso gehört ein Tipp-Ex in das Mäppchen einer Französin, weil man kann doch nicht einfach ein falsches Wort durchstreichen, dann sähe doch der MItschrieb ganz furchtbar aus. Ganz krass. Von der französischen Disziplin habe ich bestimmt schon erzählt, oder? Die arbeiten tatsächlich, wenn der Prof aus dem Raum geht und sagt, er is dann mal für ne Stunde weg. die stimmen auch zu, wenn ein Termin in der Freizeit gefunden werden soll um weiter zu lernen. Die diskutieren tatsächlich weiter, wenn der Prof sagt, er geht jetzt nach Hause, weil er noch etwas erledigen muss. Kurz um: echt krass!! Von der langen Zeit mal ganz zu schweigen. Ich krach immer noch ab, wenn ich die 1.75h im Zimmer ohne Pause verbringen muss. Und die verlangen ja auch keine Pause. Jeder deutsche hätte shcon längst nachgefragt, oder Lärm gemacht, oder seine Tasche gepackt um zu signalisieren dass jetzt genug des Guten ist. Aber die… Ich neschtel schon die ganze Zeit auf meinem Stuhl, sitze schon im Mantel da und habe meine TAsche gepackt während die noch fröhlich weiter diskutieren.. echt krass! (In Belgien soll es nochmal krasser sein, aber wer will auch shcon in Belgien studieren ;)) Desweiteren habe ich gerade herausgefunden (ich nehme an, die meisten wissen es wahrscheinlich) das die Berühmte FAmilie barbapapa aus dem Französischen kommt: barbe à papa: Sprich der Bart vom Papa, allerdings bedeutet das in Frankreich wieder was anderes (die Franzosen und ihre Zusammengesetzten Worte… echt schlimm!). Es bedeutet Zuckerwatte!! So, wieder etwas gelernt. Auch haben die hier schöne Sprichwörter wie: j’ai la pêche oder J’ai la banane (ich habe den Pfirsich, ich habe die Banane). bedeutet, ich bin in Topform und ich hab einen Clown gefrühstückt.Ebenfalls bei Anna sehr beliebt, wir haben noch keine Schweine zusammen aufgezogen für so gut kennen wir uns aber noch nicht. Hab übrigens wieder ein unnötiges Wort gelernt. coquelicot - Aussprache: kokeliko (so wie der Hahn macht :D). Das ist der Klatschmohn. Ach ja, wenn man den franzosen auf den Fuß tritt kommt kein au, sondern ein oi oder ein aie raus. Sehr witzig, müsst ihr unbedingt auch mal machen. Anna, Ruth und ich haben uns mittlerweile eine Liste erstellt mit den Dingen die wir zusammen hier anstellen wollen. Außerdem haben wir schon Zettelchen gezogen, wer wem einen Adventskalender basteln muss. Ich wollt ja eigentlich nicht, aber dann bekomm ich auch keinen.. und das is ja auch blöd! Anna hat leider Pech, dass ich ihn ihr mache. Sie hat schon versucht, ob man nicht nochmal neu ziehen könnte. Ruth hat es verneint. Gestern haben wir dann schonmal unsere gemeinsame Zeit Revue passieren lassen. Wir kannten uns ja davor so gut wie nicht. Und jetzt lachen wir doch ganz viel zusammen. Es wurden die Besten Zitate schonmal gesammelt. Wir haben uns kringelig gelacht. Ach ja, mal wieder etwas zu Franzosen und Timming:
Wir wurden am Mittwoch von unserre Hochschule empfangen: 1Monat später, dass muss man sich erstmal vorstellen. Die Deutschen wären an dieser Stelle schon längst im Boden versunken! Und wir mussten uns schon wieder vorstellen. Ich hasse das. WEnn all auf einen gucken und man nur noch am rumstottern ist. Ich muss dringend mehr französisch lernen. ABer das ist halt sosososo schwer. Das Wochenende wird sich wieder mit einigen getroffen und getrunken (aber natürlich ganz bescheiden)
euch auch ein schönes WE beziehungsweise eine schöne Woche

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Monday, October 12, 2009

Les francais sont fous

Die Franzosen spinnen, oder das soll es zumindest übersetzt heißen. Weil die haben hier ähnliche Aufnahmeriten an den Unis wie die in Amiland. Sprich die Freshman (1. Jahr Uni) müssen sich schmincken lassen, ziehen dann durch die Straßen und müssen so ziemlich jeden Blödsinn mit machen. Unter anderem Leute anquatschen, laut singen und sich naggisch machen. Richtig. Un zwar so viel wie möglich. Einige mussten auch komplett entkleidet in einen Brunnen springen. Brrh kalt. Der nächste durfte nur sein Hemd anbehalten (richtig nichts drunter) und das obwohl er an dem Touriplatz schlechthin stand. Also ich finde das ziemlich krass!
Dieses Wochenende hatten wir auch zum ersten Mal richtig Kontakt mit den Franzosen. Sie wollten uns die Stadt etwas zeigen. Sehr geil. Das ganze ging allerdings nur ne halbe Stunde, denn nachdem wir aus Höfflichkeit den Dom mitbesucht haben, wussten sie nicht mehr wohin mit uns. Ins petite France, aber da wohnt ja Anna, ins Judenviertel, aber da wohnt ja Ruth, die anderen Dinge haben wir schon gesehen… es war ziemlich witzig. Und was macht man wenn man schon alles kennt?? Richtig, wir sind was trinken gegangen, habe ne weile Karten gespielt, dann kurz heim und wieder treffen zum Pizza essen. Die waren vielleicht lecker und die Nudeln die ich hatte waren au voll gut. Wir haben viel gelacht. Jetzt können die Franzosen wieder ein paar deutsche aussprüche mehr und ich ein paar französische. Zum Beispiel, dass Wortspiel mit “ich kann gut französisch” funktioniert in Frankreich nicht. Die wussten nichtmal, dass sie die verfechter davon sind ;) Dafür gibt es die spanische Variante. Und ein schimpfwort ist ein grandmot, also ein großes Wort. Und le culbut, also eigentlich Zielarsch ist der Purzelbaum. Ihr könnt euch also vorstellen, wie die franzosen einen Purzelbaum machen. Allerdings hab ich erfahren, dass das Verb dazu wohl sehr vulgär ist. Wie hat eine gesagt. Wenn du das zu einer Frau sagst, das ist nicht romantisch, dafür sollte sie dir eine scheuern ohne jede Gnade. Gut verstanden!
Am Freitag haben Anna, Ruth und ich noch einen trip nach Saverne gemacht. Ein kleines Nest westlich von Strasbourg. Die fahrt dahin war ziemlich teuer. Wir müssen mal noch gucken, dass wir hier eine günstigere Möglichkeit finden. Die Stadt selber war so lala, aber die Burg war voll Cool (nachdem wir sie endlich gefunden hatten). Sie ist auf einen Buntsandsteinfelsen gebaut und teils inden Felsen rein und ach sieht cool aus. Gab dann auch gleich ein Fotoshouting. Abends wurde dann ein fauler gemacht damit wir uns am Samstag wieder treffen konnten um mit den Franzosen spazieren zu gehen, das wurde zu Essen kochen, das wurde zu gemeinsam Wizard spielen (ja ich hab einmal gewonnen), das wurde zu gemeinsam Lieder singen (ich sag nur alle Disney Lieder wurden gesungen 2-3sprachig, dann ging man auf normalere lieder über, war viel zu geil!) und zum schluss hat man zusammen getrunken. viel getrunken. Und jetzt meine Frage: Einen Schnaps, also willi, kirsch, obstler etc. kippt man den in einem Zug runter oder nippt man an dem nur? Weil ich bin der Meinung man kippt. aber die anderen haben mich ziemlich irritiert angeguckt, als ich das gemacht hatte. Ups!

Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Hier wird es kälter und die Heizung läuft langsam auf vollen Touren, wobei hier jedes Zimmer seine Besonderheit hat. das eine kann man nicht regeln (Bad), eines kann man Individuell machen(meins), zwei laufen mit Sabines Zimmer (Küche, Wohnzimmer) und ihr Zimmer muss übern Thermostat geregelt werden. Hoffentlich klappt das immer.
Bald sind übrigens Allerheiligenferien. Voll Cool! Da wird nochmal ne kleine Rundreise gemacht.

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Thursday, October 8, 2009

Kinder, wie die Zeit vergeht

Ja, ich weiß, ich wollte mich schon längst melden, aber irgendwie kam immer was dazwischen. Und schon ist wieder ein Momat rum, ohne dass ich groß was von mir hören hab lassen. Ja ich schäme mich ja schon :D

So, mittlerweile habe ich einen Laptop! Juhu, das bedeutet, ich muss nicht immer in die Uni, um dort was zu schreibne, sondern ich kann das zu Hause machen. So wie jetzt. Sitzt grad im Garten und genieß die Sonne. In der Uni konnte man nämlich nie die Sprache der Tastatur in deutsch ändern. DAs höchste der GEfühle war, dass man mit der englischen Sprache schreiben konnte. Das hab ich dann manchmal auch gemacht für die wichtigen Dinge. Aber mal ehrlich, deutsch denken, auf ner französischen Tastatur tippen und überlegen wo im englischen die Buchstaben sind. Das ist echt zuviel.

Zu hause läuft es so lala. Sabine und ich werden wohl nie grün miteinander werden. Sie hat einfach einen anderen Rythmus wie ich und auch andere Erwartungen an das praxissemester. Sie lernt einfach den ganzen Tag. Wenn ich morgens aufstehe ist sie schon vor ihrem Schreibtisch (sie steht um 6 Uhr auf, da lernt sie am besten). Wenn ich von der Uni zurückkomme ist sie meist shcon wieder da und liest irgendwelche wissenswerte Bücher zu ihrem Studium in ihrem Zimmer (egal was für ein geiles Wetter es draußen ist). Wenn ich mich frisch mache zum ausgehen, sitzt sie immer noch darüber… nein nein, das ist nichts für mich. Abgesehen davon bekommt man echt einschlechtes gewisen, wenn man merkt, dass sie auch ständig Vokabeln paukt und man selber es sich bloß immer wieder vornimmt. Außerdem wirkt sie immernoch ein bisschen lebensunerfahren. Beispiele gefällig? : Also 1. Sie hat mit dem Küchenschwamm und dem Küchenlappen das Bad und die Toilette sauber gemacht und dann wieder in die Küche gelegt. Als ich sie ne Woche später nach den Lappen gefragt habe (dann hatte ich nämlich Baddienst) zeigte, sie nur auf die Lappen, mit denen ich dann schon mehrfach das Geschirr abgewaschen habe. Sie fand das nicht weiter schlimm, schließlich is doch Spülmittel dran. Ja aber wahrscheinlich noch ganz andere Sachen. Igitt!! Ebenfalls hat sie als wir neulich mit der vermieterin zusammen die Heizung angestellt haben, gefragt, ob es reicht, wenn man 18 Grad im Zimmer hat zum Lernen.. Sie hat wohl nicht so wirklich ein Temperatur empfinden. Ebenfalls hat sie sich nicht getraut den Gasherd anzumachen,b evor ich hier war und den GAsofen muss immer noch ich anmachen. Den Gasherd lässt sie gerne mal offen. Also sprich es gibt 2 Dinge zu beachten. Einmal das der Herd aus ist, und zweitens, das der Zugang vom Gas auch geschlossen ist. Eines von den beiden dingern (meistens den Zugang) vergisst sie gerne mal. Sprich ich werde irgendwann hier in die Luft fliegen. Und dann ist sie irgendwie in vielen Dingen noch naiv oder weiß nicht wie man es amchen muss, und ich habe das Gefühl, dass ich ständig in der Vaterrolle bin. Naja immerhin kann man sich in der Wohnung einigermaßen gut aus dem Weg gehen. Das mit dem getrennten Kochen hat sie immer noch nicht so ganz verstanden und sagte mir erst heute wieder dass wir Gemüse bräuchten. Ich darauf,. Jeder ist für sich selber verantwortlich… naja, aber es könnte schlimmer sein, und vielleicht bin ich ja auch der pingelige und seh Dinge einfach zu genau aber… ach es ist auf jeden Fall nicht so ne coole Wg wie ich es erfhofft hatte.

So zur Uni zu kommen. Die kurse sind jetzt alle nicht so der Reißer, in Deutschland gibt es momentan echt bessere. DAs könnte aber auch damit zusammenhängen, dass ich immer noch nicht so viel versteh im Unterricht. Die reden aber auch alle so schnell. Und was noch viel krasser ist. Franzosen haben eine Art Stenosprache. Der Prof diktiert einmal einen Satz und die Franzosen haben ihn sofort aufgeschrieben, während die Deutschen gerade mal 2 Wörter haben. Beispiele gefällig?: /s: sous  s/:sur  +:plus  tt: tout  ts:tous: dt:dont ds:dans  dc: donc  pt: peut ê:être ^m:même  ^c:comme  hochgestelltes t: ent hochgestelltes o: ion hochgestellten e:ance und so weiter! Also echt krass, sprich abschreiben bei deinem Sitznachbarn is gar net so einfach, denn erstmal muss man alle diese Dinge wissen und verstehen. Schließlich ist kaum ein wort ausgeschrieben. Am fiesesten is immer noch das q, denn das kann qui oder q heißen und mir ist als net immer so wirklich klar, was jetzt stimmt. Gott sei dank lassen uns die Profs immerhin noch in Ruhe, sodass wir einfach vor uns hin träumen können und die Gedanken schweifen lassen können.

Oh, mist, ich hab grad vergessen, dass ich ja um 2 ein Termin hab. Ich treff mich mit lauter Franzosen aus unserem Kurs (also halt von unserer Schule) Sie wollen uns (den Deutschen) die Stadt zeigen. DA kommen sie zwar etwas spät, schließlich sind wir shcon seit einem Monat hier und somit kennen wir die Gegend ja auch etwas. ABer es ist trotzdem süß, dass sie sowas machen. So, ich hoff ich komm morgen nochmal zum schreiben.

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Thursday, September 10, 2009

Lektion3: Dosen kommen in die blaue Tonne

Mülltrennung ist hier auch so eine Sache. Eigentlich ist es nicht so schwer, wenn man es erstmal verstanden hat. Eigentlich kommt alles in die blaue Tonne, außer Glasflaschen, Papier, karton und größere Plastikverpackungen, wie Plastikflaschen z.B. Diese Sachen kommen nämlich in die gelbe Tonne. ist zwar seltsam, dass Plastik in zwei verschiedene Behältnisse kommt. Aber ok.
So langsam leben Anna, Ruth und ich uns ein. Es gibt immer noch viele Dinge zu erledigen, aber so langsam wird dat wat. Wir haben alle unsere Zimmer. Ich hab ein Fahrrad, die Kurse für die Uni sind gewählt, wir haben ein Carde culture, wahrscheinlich bald eine mensa karte. Ab morgen ein französisches Bankkonto, ab hab ich wahrscheinlich ein französisches handy (das deutsche Netz verabschiedet sich exakt zu dem Zeitpunkt, wenn man über den Rhein fährt und ist danach auch nicht mehr auffindbar).
Die Sache mit dem Wohngeld beantragen könnte noch etwas kompliziert werden und die Sache mit dem Auslandsbafög hab ich wohl verschwitzt. Jaja ich weiß. Ich Held.
Dazu fällt mir noch ein. Die erste Woche, in der ich meine neue Heimat bezogen habe, hab ich so ziemlich alles vergessen, was man zum Leben braucht. Zahnpasta, Duschgel, Handtuch, Shampoo, Bettwäsche… gott sei dank hat Anna zwei Nächte bei mir geschlafen (damals hatte keine Wohnung) und hat mir netterweise mit ihrem Zeug ausgeliehen. Ja mein Bett hab ich dann endlich diese Woche Dienstag bezogen (irgendwie kam ich am Montag noch net dazu. Aber hey, es ist echt kuschelig. Ach ja mein Bett. es ist winzig. Hat ein Kopf und ein Fußteil und ist höchstens 1,90m lang. Sprich ich muss mir langsam neue Schlafpositionen aussuchen, weil die üblichen funktionieren leider nicht mehr. Auch wird unsere Bude im Winter ein wahrer Eispalast sein, weil die Fenster hundsmiserabel isoliert sind. Schon jetzt is es abends gut frisch. Nicht zuletzt hör ich die Störche trotz geschlossener Fenster im benachbarten Park abends immer klappern. Und man merkt das es Herbst wird. Die Krähen ziehen auf. Ich hab ständig Hitchkocks “Die Vögel” im Kopf (oder the Crow), wenn riesige Schwärme über mein Kopf hinweg ziehen.

Zum Ausgehen ist Strasbourg ganz nett. Ständig sind irgendwelche ERASMUS-Parties, wo man auf ständig neue Leute trifft, die man aber meistens am nächsten Tag wieder vergessen hat ;) Man hört auf solchen parties die unterschiedlichsten Sprachen und wenn man selbst in einem Gespräch ist, wechseln die Sprachen von deutsch zu französisch zu englisch zu spanisch und wieder zurück. Da soll man noch einen klaren Kopf bewahren. Der Wein tut natürlich sein übriges. Witzgerweise haben die diesen in so tussigen kleinen fast schon winzigen Weingläschen, bei denen man die hälfte verschüttet hat, bis man von der Bar zurück zur Gruppe gelaufen ist.
Heut abend ist z. B. die erste ERASMUS-Disco. ich bin gespannt, ob viele Leute dortsein werden, oder ob wir nur eine handvoll sind. Was ich aber auf jeden FAll empfehlen kann sind die Flams! Richtig geile leckere Flammenkuchen, die es in den verschiedensten Variationen gibt. Egal ob süß oder sauer - es ist definitiv für jeden etwas dabei.

Ach ja noch eine kleine Kloanektdote. Unser Klo ist natürlich wieder so klein, dass man morgens wenn man sich hinsetzt gleich wieder einpennen könnte, weil man den Kopf an die Tür lehnen kann, die direkt vor einem ist. Genau so kuschlig wie auf Julis Toilette. Und in der Uni gibt es eine Pissrinne, die mit Pissoirs übermauert wurde. Nur die Anschlüsse wurden irgendwie nicht sauber gelegt, sodass der ganze Saft aus den Pissoirs wieder direkt in die Pissrinne tropft und von dort dann in den Abfluss. Da fragt man sich doch: Warum gibt es überhaupt Pissoirs dort??

Neue Vokabeln: le beau fils ist der schwiegersohn und la belle mere die schwiergermutter. beau und belle bedeuten beidesmal schön/hübsch. Also kein Vergleich zum Schwiergermonster, oder zum Schwiergerdrachen in Deutschland. Hier freund man sich auf die Familie des anderen ;)  und wer hätte es gedacht: quasi ist ein französisches wort.

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Lektion 2: ein deutscher Ausweis hilft

In den letzten Tagen haben wir versucht, an verschiedene Vergünstigungen zu kommen. Und wir haben festgestellt. Unsere Uni is grad mal fürn Arsch. Zum einen besteht sie nur aus 350 Leute ja voll krass! (davon jedoch tatsächlich 6 Erasmus studenten. 2 Belgier, die allerdings im Praktikum sind, wir 3 und der Franz aus München). Und keiner will mit unserre Uni bzw. ecole privee verbünden. Denn wir sind zwar Austausch-studenten, aber trotzdem bekommen wir keine Vergünstigungen, weil wir eben nicht an der fac studieren (für alle die l’auberge espanol kennen, ja es ist tatsächlich so witzig, die studieren alle and er FUCK! a la fac für facultät) und mit der Hochschule keiner was machen möchte. Und so sind wir wie im Haus der Verrückten durch ganz Straßbourg gerannt um zu schauen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt. Und wär hätte das gedacht: Wir bekommen die Carte culture. Und wieso, weil wir einen Freiburger Studentenausweis haben und der da auch in der Kooperation ist. Aber die ESTES (meine Uni) eben nicht. Krass, oder? Mensa Essen gibt es für 2.90 und mometan kommen wir noch rein, aber wir bekommen auch noch keine Karte. Hoffentlich lassen die uns später auch noch rein. für den Preis bekommt man echt Hammer viel! ein Brot, ein Apfel, ein Joguhrt, Wasser, und ein Riesen-Hauptgericht-Teller!

Und ich bin jetzt ein Fahrradfahrer! Wer hätte das gedacht. Mein Arsch tut zwar schon vom Sattel weh und meine Oberschenkel schmerzen, aber hey, ich kann mich einigermaßen schnell damit fortbewegen. Und dass ist doch die Hauptsache. Doch die Franzosenspinnen echt mit ihren Radwegen. Mal gibt es welche, dann wieder nicht, dann muss man gegen den Verkehr fahren, dann muss man sich auf dem Fußweg durch Menschenmassen durchquälen.
Nur mein Rücklicht muss ich noch reparieren. Und ich bin in 14min an der Uni. Is echt cool. Werd zwar wahrscheinlich bald erfrieren aufm Rad, aber noch ist es echt cool. Nur hab ich gestern gelernt: Mit nassen Haaren umzuziehen ist nicht so der reißer.
genießt den Herbst

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Lektion 1: Mit Gas kochen ist gefährlich

So leute, eigentlich wollte ich ja schon längst wieder schreiben, und das habe ich auch. Aber ich bin halt noch net so konfirm mit den französischen Begriffen und so hab ich anstatt den Text zu kopieren (was ich wollte, damit ich ihn ja nicht umsonst geschrieben habe) auf einfügen geklickt. ja und so schnell war der mit Mühe geschriebenen Text verschwunden. Und dabei hab ich so lange dafür gebraucht, weil ich auf einer französischen Tastatur geschrieben habe. Da is einfach alles vertauscht! Damit kann man einfach nicht schreiben. Das a und das q sind vertauscht, das z mit y und x sind anders, das m ist völlig woanders, punkt und komma liegen auch ganz fern und für den punkt und alle Zahlen braucht man die Hochschreibtaste. Und noch viele andere Dinge. ihr seht also schreiben ist nicht so einfach.

Ja wo soll ich jetzt anfangen, es ist soviel passiert. Vielleicht mit einer Klogeschichte. Ja auch hier gibt es klogeschichten. ich bin am Wochenende zu Hause gewesen uns Sabine hätte eigentlich nur Toilettenpapier kaufen müssen, weil ich gesagt hab, dass ich den Rest in Freiburg kaufe. Am Freitag abend waren viellleicht grad von 5 Blatt auf der Rolle. Aber irgendwie hat es Sabine verschwitzt, denn als ich am Montag früh ins Bad kam stand da bloß ne Küchenrolle. Mich hätte es beinah umgeworfen. Ansonsten klappt unser Zusammenleben ganz passabel. Wenn ich morgens aufsteh ist sie entweder schon weg, oder sie lernt schon (da bekommt man echt n schlechtes Gewissen. Man hat das Gefühl sie lernt echt immer). Mittags bin ich dann auch weg und abends verkriecht sie sich nach einem gemeinsamen Essen auch meist in ihr Zimmer und ich geh nochmal mit Anna und Ruth in die Stadt.
ja zur Überschrift: Also mit dem Gaskochfeld komm ich mittlerweile gut klar. Auch wenn irgendwann bestimmt die Küche in die Luft fliegen wird (Sabine hat schon 3mal vergessen den Gashahn hinten zuzudrehen und einmal war der Herd auch noch ein wenig an). doch mit dem Gasofen… ohje, das ist echt nochmal eine ganz andere Liga. Hab erstmal den Ofen angemacht und dann mal geguckt, wo denn da überhaupt das Gasraus kommt, und ob der Ofen wärmer wird. War nicht der Fall aber es hat in kürzester Zeit doch etwas seltsam gerochen. nach kurzm lüften ging es weiter. Ich hab den Ofen nur leicht angemacht und bin mit dem Feuerzeug an der Ofendecke entlang gegangen. Hat nicht funktioniert. Und dann fand ich sie endlich: Eine Luke im boden, da hab ich den Deckel hochgehoben und dass Feuerzeug reingehalten und… wumps! es hat einen kurzen Knall gegeben eine große Stichflamme und voila, der ofen war an. Leider mussten einige meiner Armhaare darunter leiden.

Uni hatte ich jetzt auch schon 2mal. Verstanden hab ich nicht viel. Aber witzig war es trotzdem. Vor allem, wenn solche provokante Fragen auftauchen wie: “Habt ihr noch irgendwelch Fragen?” Äh, ja, was haben sie in der letzten dreiviertel Stunde erzählt?! Die Leute haben alle noch nicht so wirklich n Plan, und irgendwie funktioniert die Zusammenstellung unserer Kurse nicht so ganz wie gewünscht. Ich frag mich echt, warum es so einen stress mit dem learning agreement gab. Denn es gibt eh die Hälfte der Kurse nicht.
Nur in einem Kurs gab es gleich Probleme, weil der nur für 17 ausgelegt war und wir sind halt zu 3 gleich da mal noch rein und wurden gleich angeraunzt. Und dann hieß es so, die Deutschen stellen sich jetzt erstmal vor. Na toll!

An alle Studies: beschwert euch nie wieder über eure Uni, denn hier ist es echt komplizierter und mehr Chaos und also echt seltsam.

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Tuesday, September 1, 2009

La prochaine Station: Baggersee

Ja genau so heißt eine Haltestelle in Strasbourg. Andere klingen ähnlich deutsch wie: Watwiller(mein persönlicher Favorit, wenn man die Betonungen richtig macht), Longstross (lange Straße), und mein lieblingsrestaurant: le Schnockeloch. C’est drolle, non? Ja dritter Tag (Donnerstag) in Strasbourg. So langsam pisste mich diese Sucherei echt an. Ich ging wieder zur CROUS um neue Angebote einzusehen und wen treffe ich dort. Eine Österreicherin. Manchmal bedauert man es ja eine Person anzusprechen. Genau das war hier der Fall. Wieso? Später mehr. Ich ging also auf sie zu, und meinte wir könnten ja zusammen nach Wohnungen suchen (es funktionierten nur 2 von 6 PC und beide waren belegt. Einer von einem Afrikaner und einer von ihr). Gesagt getan. Wir fanden etwas. Allerdings brauchte es zwei Anläufe, weil die alte Frau am Apparat Sabine nicht verstanden hatte. Erst nachdem ich mit ihr gesprochen hatte, konnten wir einen Termin vereinbaren. Und was soll ich sagen, die Wohnung war echt gut. Anschließend traf ich mich mit Benjamin, weil ich dachte er hätte vielleicht etwas neues gefunden. Doch er brachte nur schlechte Nachrichten mit sich. Zum 1. wir konnten keine Wohnung am Abend angucken (es gab 2 Angebote), und er musste auch gleich sich wieder mit jemandem anderen treffen. Ich stand da wie ein begossener Pudel. Und wie der Tag es so wollte, folgt einem Mißgeschick dem Anderen. Ich fuhr zum Bahnhof, weil cih mir ein Bahnticket gekauft hatte um nach Hause zu kommen (ihr erinnert euch, ich fahre normalerweise mit der MFG um 18Uhr, aber damit ich die Wohnungen angucken konnte, welche eigentlich angedacht waren, musste halt der Zug erhalten). Natürlich konnten sie es in Frankreich nicht umtauschen, weil ich es in Deutschland gekauft hatte. Genervt ausm Bahnhof raus und direkt in einen pinken klebrigen Kaugummi getreten. Und da fragt mich nochmal einer warum ich Kaugummis nicht ausstehen kann!! ARGH!  Nach dem die meisten Reste entfernt waren kam gleich ein neuer Belag hinzu. Genau. Das typischste in Frankreich. Hundescheiße! Oh man, das war einfach nicht mein Tag. Nach all diesen Strapazen zog ich einen Schlußstrich. Ich rief meine MFG an, dass ich doch mit ihm mitfahren möchte. Dann rief ich Sabine an, dass ich die Wohnung haben möchte und ich mit der Frau um halb 5 einen Termin ausgemacht habe zur Vertragsunterzeichnung. Und wenn sie die Wohnung auch will, soll sie um diese Uhrzeit dort sein.
Joah, hat alles dann geklappt. Wir haben den Vertrag unterschrieben, auch wenn wir nciht wirklich wussten, was wir unterschrieben, weil wir beide des Französischen noch nicht so sonderlich mächtig sind. ABer die alte Frau hat uns immer wieder geholfen und erklärt, was die einzelnen Punkte bedeuten. Und nun bewohnen wir beide das Gartenhäuschen einer Villa. Aber lasst euch von dem Wort Häuschen nicht abschrecken. Die wohnung ist echt groß. Somit hab ich echt immer genügend Platz für Übernachtungsgäste. 3Zimmer (eins ist das salle de séjour - Wohnzimmer- , das ist bei allen Wohnungen so)eine nette Küche und ein winziges Bad. Alles meubliert und ausgestattet, hohe Decken, schwere Alte Schränke und Spiegel und einen tollen Garten, den wir mitbenutzen dürfen. Preislich passt die Sache für Strasbourg auch wunderbar. Einziger Haken. Gut es gibt einige kleine. 1. keine Feten! 2. Besuch für die Nacht muss angemeldet werden. (Sie hatte mal schlechte Erfahrungen gemacht: Plötzlich waren es nicht mehr 2 MIeter sondern 15, deswegen will sie es wissen, aber normalerweise macht das keine Probleme) 3. es ist etwas weiter von meiner Uni entfernt. 4. Sabine lebt ab jetzt mit mir. (Ich höre immer die Szene aus Sechserpack! Hoffentlichkennt es jemand außer mir!). Sabine ist ein österreichisches Madla, welches kaum Erfahrung mit irgendwas zu haben scheint, ein Mauerblümchen ist, und sich weigert mit mir Deutsch zu sprechen, obwohl ihr Französisch noch viel grottiger ist, wie meins und ich rede schon nicht sonderlich toll.
Aber wer weiß, vielleicht ändert sich ja mein erster Eindruck noch. Ich werde euch auf jeden Fall darüber berichten.

So, ab morgen bin ich nun in Strasbourg. leider habt ihr mich doch nciht für so lange los, wie ich gehofft hatte. Ich habe einige Bedienungsangebote erhalten, die ich (genau der Kohle wegen) angenommen habe. Von dem her bin ich im September wahrscheinlich die meisten Wochenenden noch da. sprich wir könnten auch noch etwas unternehmen.
Ich freue mich immer über Besuch in Strasbourg. Nur wie gesagt, bitte mit Anmeldung ;)

Und jetzt A bientôt

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