Saturday, December 12, 2009

Ich und mein Kanister voll Blut

Jaja, klingt abartig, ist es auch, Doch bevor ich dazu komme, hier einige Kleinigkeiten, die ich wieder neu gelernt habe.

In Frankreich erfahren die Fahrschüler immer erst per Brief ob sie die praktische Prüfung bestanden haben, oder nicht. Und iwsst ihr auch warum? Jemand hat mal aus Wut den Prüfer zusammen geschlagen und deswegen bekommt jeder das Ergebnis mit der Post. Somit dauert jede Fahrprüfung die übliche Zeit.
Hab gestern erfahren, dass Heidi, unsere liebe Heidi von der Alm eine Japanerin ist. Wusstet ihr das?? sie kommt aus Japan genau wie Tao Tao (gut, da sollte man schon allein wegen des Namens stuzig werden). Aber das Heidi japanisch ist… alle Kinderheitserinnerungen umsonst.

Hier mal ein kleiner Franzosenwitz: Wie heißt Trabi auf französisch: carton de blamage. und wie heißt die Schwiegermutter auf französisch? Grand Malheur. Noch einer?? Selbst der Papst hat festgestellt das Pariser ein Werk des Teufels sind. Das gilt hoffentlich auch für die restlichen Franzosen. Aber wenn es euch beruhigt. Die Franzosen haben dafür viele Nazi-, Juden- und Somalia witze. Manche witzig, manche richtig richtig derb. Aber naja jedem das seine.

Hier ist jetzt der WEihnachtsmarkt übrigens in vollem Gange. Und ich kann nur sagen: Augen-OP ich komme. soviel grelles Licht kann einfach nicht gut sein. Kein Wunder, dass die Vögel im Park bei mir gegenüber schon nachts um 2Uhr anfangen zu zwitschern. Es gibt an Lichtern wirklich alles, was man sich nur vorstellen kann. riesige Vorhänge in rot und gelb eingepackte Bäume, die in allen Farben glitzern. La Fayette erstahlt auch in einem dezenten (Vorsicht: Ironie!) rosa, Kronleuchtern erhellen diverse Gassen und überdimensonal große giftgrüne Kugeln, glitzern über langen Straßenzügen…. es ist also wirklich richtig schön kitschig. Zu meiner Schande muss ich geschehen, dass ich noch nicht wirklich drüber gelaufen bin. Ich wollte ja, aber mir kam leider etwas anderes dazwischen… ich musste ins Krankenhaus.
Ihr könnt alle ganz normal weiter atmen und Oh Gott, müsst ihr auch nicht rufen, ich bin schon wieder zu Hause und es ist so ziemlich alles gut verlaufen. Ich hatte sowas ähnliches wie einen Leistenbruch. Ist urplötzlich am Samstag abend aufgetreten. Mein Vermieter hat mich dann mehr oder weniger schnell (naja ein Rentner mit um die 75 is halt auch nicht mehr der schnellste) ins Krankenhaus nach Kehl gefahren und dort wurde dann gleich ein OP-Termin ausgemacht. Sollte zuerst dort schon bleiben,a ber ich konnte mich nochmals loseisen, sodass ich erst am Dienstag zur OP musste. Am Dienstag also mit diversen Bussen nach Kehl rüber gejuckelt, damit ich um 7Uhr auf der richtigen Station einträfe. Hat auch alles geklappt, nur Auskunft, wann ich denn jetzt genau unters Messer komme konnte mir keiner geben. ich wäre wohl nicht der erste sondern so der 3, oder 4. Das wisse man noch nicht so genau. Trotzdem solle ich es mir doch schon mal bequem machen. Trotz gewissem Quengeln meinerseits durfte ich nicht noch eine Weile rumlungern, sondern sollte mich gleich OP-fertig machen. Erster Bonus von mir: Ich hab mich bereits rasiert. Hab Gott sei dank, nachgehakt bei der Ärztin im Vorgespräch am Montag. Und glaubt mir ich war heilfroh drum, nachdem ich gesehen habe, wer und wie das bei meinem Zimmergenossen gemacht hat/wurde. Trotzdem ließ es die Schwester sich nicht neben sich nochmal selbst von meinen Künsten (Rasierkünsten) zu überzeugen. Schlimm, wie oft ich in der Zeit im Krankenhaus im warsten Sinne des Wortes die Hosen runterlassen musste. Nicht genug der Demütigung, es ging gleich weiter mit diesem neckischen Kittel, der hinten tief blicken lässt und Thrombosestrümpfe, die bis zur Mitte des Oberschenkels reichen. Um mein Outfit optisch endgültig zu perfektionieren hat man mir auch noch meinen Schlüpfer genommen und mir einen Einmal-Slip Marke extra-durchsichtig und extra-groß zu geben. So verweilte ich dann geschlagene 5 Stunden in meinem Bett, bis ich endlich in den Narkoseraum gerollt wurde. Dort war es dann ganz witzig. Hätte auch noch länger mit der Anästhesistin geredet, wenn die mir nicht so ein verdammt starkes Zeug gespritzt hätte. Wollte wohl auch ihre Ruhe haben… Sie hat mich nur noch gefragt (wohl gemerkt auf französisch, weil sie mit mir nur auf franzakkisch geredet hat) ob ich schon einen schönen Traum wüsste, und dann gingen auch schon die Lichter aus.

Auf gewacht mit einer Pipline in mein Handrücken und eine Pipline aus meinem Bauch raus. Hierbei handelte es sich Gott sei dank nicht um einen Blasenkatheter, sondern um den oben genannten Kanister voller Blut. Meine Rettung (so heißt das Teil). Der Einstich war irgendwie 10cm entfernt von der Wunde und das Kabel führt unterbäuchisch zur Wunde hin und saugt dort alles ab, damit es gut verheilen kann. Meine Träume, dass das ganze tatsächlich nur eine ambulante OP wäre, wurden ziemlich schnell zerschlagen. Der Eingriff war doch komplizierter als gedacht und deswegen muss ich zur Überwachung 1 Tag dort bleiben. Daraus wurden halt dann gleich mal 2 gemacht. War auch richtig so, ich bin nachm ersten Tag blutüberströmt aufgewacht, weil mein Verband nicht dichtgehalten hat. Das war vielleicht eine Sauerei. Aber die Schwestern sind morgens ja so im Stress, da wünscht man sich schon ein wenig privat versichert zu sein und seine eigene Krankenschwester zu haben. Wie dem auch sei, ich hab jetzt  - um mal etwas Ghetto-Slang hier reinzubringen- eine Votz aufm Bauch. Und zwar eine doch ziemlich große. Was bedeutet, aufm Bauch schlafen is in nächster Zeit nicht. Verdammt! Dementsprechend bescheiden waren auch die letzten Nächte. Aber im Krankenhaus konnte mein türkischer Zimmernachbar immerhin auch nicht schlafen, sodass die Nächte wenigstens nicht ganz so uninteressant waren. Tagsüber hatte ich mehrfach besuch von einigen Franzosen und von Anna die sich herzallerliebst um mich gekümmert hat. Hab sogar 2Weihnachtstürchen von ihr bekommen, weil ich die Türchen von Ruth ja nicht aufmachen konnte (oh, hab ich noch nciht erwähnt, dass wir Adventskalender für einander gemacht haben?? Nein, gut später mehr). Auch meine Ellis haben es sich nicht nehmen lassen mal bei mir vorbei zu schauen und sich persönlich zu vergissern, dass ich noch lebe undmir nicht zuviel zumute. Hab hier mittlerweile schon den Spitznamen Papi (Koseform für Opa) und petit handicapé (und kleiner Behinderter)weg. Übelnehmen kann ich es ihnen nicht, weil mein Tempo in den ersten Tagen war das einer Schildkröte, die auf dem Rücken liegt. Glücklicherweise war ich trotzdem noch schneller wie mein Zimmergenosse. Der kam ja mal überhaupt nicht voran, obwohl der n Rollstuhl hatte!!
Die Rettung wurde dann am Tag meiner Entlassung gezogen ohne Schmerzmittel, ohne sonst irgendwas… gut, ich hatte ja immer noch ein gewisses Niveau, nachdem die Vigor (die Kanüleöffnung an meinem Handrücken) auch wirklich ausgereizt wurde. Hab am 1. Tag insgesamt um die 9 Fläschen durchgejagt bekommen. 3 Antibiotika, 2 Flüssigkeit, und 4 oder 5 mal Schmerzmittel. Da hat man auch in der Nacht keine Pause gemacht. Doch zurück zur Rettung. Das is total faszinierend. Die Schwester hat mir zwar eigentlich verboten zu gucken, wenn der Schlauch rausgezogen wird, aber mal ganz ehrlich, würdet ihr nciht auch neugierig sein, wenn da ein Schlauch mit Vakuum in euren Bauch hineinverläuft?
Ich war ganz ergriffen. Gut er is echt lang unterhalb des Bauches (so um die 12cm) und es gibt ein sabberndes und pfeifendes Geräusch, wie wenn man aus einer nassen Luftmatraze die Luft rauslässt. aber Danach sieht man das Loch im Bauch, ja ein richtiges Loch und vor allen Dingen: es blutet nicht, es bleibt einfach ein Loch, wiel da wohl die ganze Zeit der Sog draufwar und deswegen saftet das net sondernlich. Cool!
Ja, jetzt muss ich etwas Bettruhe halten, und bekomm hoffentlich am Montag die Fäden gezogen. Dann verschwinden langsam auch hoffentlich alle blauen Flecke (sieht echt abartig aus, ich denke, das reicht um eure Fantasie anzukurbeln).  Aber wie heißt es so schön, wer Narben hat, hat auch etwas erlebt. Und das Krankenhaus war doch ein kleines Abenteuer, wenn man es von der optimistischen, leicht zugedröhnten Sichtweise betrachtet. Wenn nur der blöde Rest nicht wäre und ich mich jetzt schon wieder voll belasten könnte.

Noch kurz zum Adventskalender. Anna, Ruth und ich hatten uns entschieden, dass jeder dem anderen einen AK macht. Ich mache einen für Anna, Anna für Ruth und sie für mich. Waren schon witzige Dinge drin. Z. B. Streichhölzer mit kleinen Bildchen von unseren Reisen und Unternehmungen hier, Kaffeesahne, damit ich für meinen Besuch nicht immer Milch von Sabine klauen muss. Richtig geile Räuchersalami, einen Nikolaus, Honig… etc. gespickt mit witzigen Kommentaren von Ruth.
So, jetzt hab ich euch wieder erschlagen mit Geschichten. Sorry, ich kann mich einfach nicht kurz fassen. Désolée

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Friday, November 27, 2009

Ich werd noch zur Sportkanone

Ja, man sollte es nicht glauben, aber meine Distanzen, die ich mit dem Fahrrad zurücklege, werden immer größer! War jetzt schon mehrfach in Illkirch gewesen, weil dort einige Komillitonen von uns wohnen. Und da braucht man so gute 45 Minuten (oder wie die Franzosen sagen: 3x Viertel-Stunden). Sprich hin und zurück sind dass schon 90Minuten. Ja da staunt ihr, gelle! Hät ich ja auch nicht gedacht. Das Fahrrad wird noch mein Bester Freund. Außerdem bin ich der einzige, der wohl keine Probleme damit hat. Ruth und Franz ärgern sich immer wieder über ihre. Sprich wenn ich zurückkomme werdet ihr mich kaum wieder erkennen.
Aber nun auch ein kleiner Schwenk zu dem naja, nicht ganz so athletischen Teil meines Ichs:
Ich war mit Franz Badmington spielen. Aber ich hatte leider meine Sportschuhe in Freiburg vergessen, also habe ich normale (etwas zu große, mit loser Sohle) Strassenschuhe genommen. Aua! Macht sowas nicht zu Hause nach Kinder! Das tut nämlich ziemlich weh. Hab mir beide Ballen aufgerissen, beide großen Zehe aufgerissen und nen üblen Muskelkater geholt. Die 4  2-Mark-Stück großen Stellen ohne haut, saften auch immer wieder schön, sodass das alles am Socken klebt. (Noch jemand dem ich gerade nicht den Appetit verdorben habe?). Gott sei Dank hat sich Franz auch einen bösen Arschmuskelkater geholt, so musste ich immerhin nicht alleine jammern. jaja, wenn Männer Schmerzen haben. Hier wurde schon genügend Spott getrieben.
Wir haben entdeckt, dass unsere Sporthalle, Badmington-Gedöns auch eine Sauna hat. Juhu. Aber zum Glück ist es ja nicht schwer die Termine zu merken. An ungeraden Tagen für Frauen, an geraden Tagen für Männer, mittwochs, samstags und sonntags, sowie feiertags gemischt, und am Wochenende muss man es vorher ankündigen, wenn man saunieren möchte, weil sonst ist sie nicht angeheit. Alles klar?! Angeblich bräuchte man wohl hier für die Saunen Badehosen… ich kann mir das nicht vorstellen, oder es ist nur im Süden Frankreichs so. Lucie hat gemeint, mann muss sowas dabei haben, und sie kommt aus der Nähe von Bordeaux. Aber sowas macht doch überhaupt keinen Sinn!! Bin dementsprechend noch verwirrt. Hier ist übrigens eine Badehose und ein Badeanzug sprachlich das selbe (maillot de bain). Seltsam. Und um der Sache die Krone aufzusetzen: Man darf nicht mit langen Shorts (also sowas wie ich hab) in die öffentlichen Schwimmbäder. Das wäre zu unhygienisch… sprich, wenn ich ins Schwimmbad will, muss ich mir wieder einen Sackhalter zulegen. Und ich dachte diese Zeit wäre endgültig vorbei! Möglicherweise, unter Umständen, eventuell, wäre es vielleicht möglich, dass man auch mit einer engen shorts (kann mir jemand sagen, wie die 3 Typen von Unterhosen/Badehosen korrekt heißen??) reinkann, aber bisher konnte uns das noch keiner so genau sagen. Na toll! Mal gucken, was die französischen Kaufhäuser für nette Modelle haben. Ist ja auch DIE Saison um Badeklamotten zu kaufen. Juhu!

Ruth und ich waren am Freitag bei einem Spielenachmittag eingeladen. War witzig. Leider gab es mal wieder keinen Kaffee. (Ich weiß, ich soll nicht immer alles pauschalisieren, aber die Franzosen sind ja solche Kaffeemuffel.. unglaublich, überall wo man eingeladen wird gibt es nur Tee oder Tizane (Tee ohne Teein, die Franzosen trennen da löblichweise)… dabei ist doch Kaffee so etwas wichitges). Zu unserem Wasser mit Sirup wurde uns dann ein Fondant au Chocolat (lautschrift: Fondooo (nasal) o schokola) gereicht. Und ich kann nur sagen: Oh mein Gott, sowas leckeres hab ich noch nie gegessen.. Na gut, schon, aber das war Fleisch und von dem her nicht vergleichbar. Ein Fondant ist so ein dünner Schokokuchen, der innendrin noch so halbflüssig ist, also wenn man ihn schneidet, dann bleibt einiges am Messer kleben. Und es schmeckt sooooo himmlisch. Ic h hab mir natürlich gleich mal das Rezept geholt und was soll ich sagen. Bei mir hat es natürlich wieder nicht funktioniert. Meiner ist leider viel zu festgeworden und hat somit eher Brownie Charakter, aber ich werde weiter daran üben, bis ich ihn zur Perfektion getrieben habe. Ähnliches Problem gibt es mit den gebratenen Mandeln. Ruth hat die gemacht. Voll einfach, wenn man nur zusieht. Aber auch hier kommt es wieder auf die Mischung an. Ruth is ja mehr so ein, wir machen das mal nach Augenmaß. ich nicht! Ich hab es nach ihrem Rezept probiert. Und was soll ich groß sagen: Ein Fall für die Mülltonne. Manno!
Dafür hab ich jetzt in Nürnberg (ja es ist wieder 1. Advent, und von dem her geht es wieder zum alljährlichen Besäufnis aufn Christkindlesmarkt) schon fleißig gebacken .Und meine Hildabrötle mit Schokofüllung und meine treuen Husaren sind mir echt toll gelungen (gut, n bissle gekleckert, manche n bissle zu dunkel, aber hey sie schmecken). Im Französischen heißen unsere Brötle übrigens “bredele” und man kennt sie nur im Elsass. Überhaupt haben die Franzosen nicht soviele Weihnachtsbräuche wie wir. Hier eine Unterhaltung zwischen Claire und mir. Triffst du dich immer zum selben Datum in Nürnberg? Nein, das Datum ist verschieden, aber es ist immer der 1. Advent. Was ist der erste Advent? Der Tag an dem man die erste Kerze anzündet. Wieso zündet man eine Kerze an? Na am Adventskranz. Was ist ein Adventskranz? Das Ding mit den vier Kerze, weil es 4. Advent gibt. Wieso ein Kranz?… Mädchen du musst noch viel lernen!  - In Südfrankreich gibt es keine Brötle, es gibt eigentlich keinen Adventskalender, keinen Nikolaus, keinen Adventskranz, überhaupt keinen Advent und wenn ich richtig verstanden habe, werden die Päckchen wie auch in Amiland erst am 25. aufgemacht. Krass!
Ach ja, jetzt hab ich ja den Spieleabend noch gar nicht erzählt. Also: wir waren zu 6. Zuerst wurden 2 seltsame Kinderspiele gespielt. ich möchte trotzdem kurz anmerken, dass ich gewonnen habe, juhu! Und danach ging es über zu Tabu XXL. Hilfe! Wie kann man denn auf die Idee kommen, mit Deutschen französisches Tabu spielen zu wollen. Das Problem fing schon bei der Gruppenbildung an. Ruth und mir war klar. 3 P pro Gruppe. 2F und ein 1D. Den Franzosen war das wohl nicht so einleuchtend. Zuerst sollte es Zweierteams geben. Sprich, jeweils FF, FD, FD. Wir haben dann aber gesagt, dass wir (also die Deutschen), die Hälfte der Begriffe ja nicht kenne und von dem her es wohl keine gute Idee wäre, wenn das Glück unserer Gruppe von uns abhängen würde. ich wollt ja dann mit Ruth in ne Gruppe, aber die haben doch tatsächlich geglaubt, dass wenn wir auf deutsch erklären, dass wir schummeln würden… tzs. Gut, nachdem klar war zwei Dreierteams, wollt ich einfach kurz durchzählen, sodass die Teams feststellen. Für Franzosen ist es aber einfacher (oder zumindest für diese Franzosen). Erst die Gruppe zu bilden (sprich 3 die links vom Tisch sitzen und die 3 von rechts). Und danach aufzustehen um sich vernünftig zu plazieren… Großes Chaos!
Das Spiel war dementsprechend auch nicht gerade easy. Ich mein ich arbeite unter Zeitdruck zwar am Besten (ihr wisst ja, nur unter Druck entsteht ein Diamant), aber trotzdem war es Sacke schwer! Ich war froh, wenn ich das erste Wort kannte, aber natürlich war alle Wörter die ich sonst noch kannte, direkt darunter, sodass ich es eher pantomisch hätte erklären können, als mit dem Mund. Aber ich hab trotzdem meist gute 3 Karten pro Runde geschafft (ja, jetzt ist die Stelle, wo ihr mir alle auf die Schulter klopfen könnt).

So jetzt noch kurz etwas organisatorisches. Wenn/falls mich von euch noch jemand besuchen möchte, bleiben nur noch die ersten beiden Dezemberwochenenden oder einige im Januar. Die sind aber fast alle nicht ganz 100%ig sicher, weil ich ja dort schon wieder arbeiten werde um etwas Knete zu verdienen. Sprich: Wenn ihr kommen wollt, kommt bald. Könnte auch noch das WE um den 18Dezember anbieten, wenn da einer nur da kann. Wie auch immer entscheidet euch schnell und gebt mir Bescheid, weil sonst is es zu spät zu spät. (hört ihr auch grad das Ärzte-Lied im Kopf??)
So, ich rüste mich jetzt für das WE.

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Wednesday, November 11, 2009

Klopferabend und vieles mehr

Tchin, tchin
was soviel wie Prost bedeutet. Leider wird es nicht so häufig verwendet wie ich gehofft hatte. Gestern abend haben wir einen deutschen Abend ausgerichtet. Naja so deutsch war er auch wieder nicht. Wir haben Rittersport gemampft (ich sag nur 13′Tafeln, igitt, war mir übel hinterher) und Klopfer getrunken. Viele Klopfer. Der Tisch war irgendwann bedeckt mit kleinen Fläschchen. Naja eigentlich ging es. Es waren 70 Klopfer für letztendlich 8Personen. War ganz witzig. VorallenDingen lernt man wieder, wie gerne die Franzosen das Wort cul (Arsch) verwenden. Man trinkt es cul.sec (cul ist in diesem Fall der Flaschenboden, also der Arsch der Flasche und sec ist trocken, sprich, dass der Arsch schnell trocken ist). eine Sackgasse ist eine cul-de-sac, (eine Arschtasche, wenn man es wörtlich übersetzt), ein Purzelbaum ist wie schon erwähnt ein culbut (ein Arschziel) und dazu noch ein ganz böses Grandmot (ein großes Wort, also ein Schimpfwort). Ihr seht, auch ohne Schimpfwörter zu benutzen können die Franzosen diese Wort häufig gebrauchen. Ebenfalls hab ich mittlerweile die französischen Füllwörter schlechthin kennengelernt: Man beginnt einen Satz mit en faites und beendet ihn mit quoi. Hat beides nicht wirklich viel zu bedeuten, aber macht das ganze viel cooler.

Und nun noch etwas zur französischen Fahrweise. Bei mir um die Ecke gibt es einen Platz, auf den Sternförmig 7Straßen führen. In der Mitte ist jedoch kein Kreisverkehr. Es gibt auch keine Ampeln und keine Verkehrsschilder. Man wird nur in allen 7Straßen darauf hingewiesen, dass eine gefährliche Kreuzung ist. Ach, welch Überraschung. Ebenfalls sind hier soviele Zebrastreifen, dass die franzosen selbst nicht wissen, an welchen sie als Autofahrer anhalten sollten und an welchen sie einfach drüberfahren dürfen. So kann es sein, dass ich an einer roten Ampel stehe (gibts auch, ja man höre und staune) und plötzlich hält ein Auto und will, dass ich über die Straße gehe. Verzwickte Situation *g* Entweder ich geh über Rot, oder ich enttäusche die Frau hinterm Lenkrad. Natürlich bin ich ein Menschenfreund und wähle über rot gehen. Interessiert hier ja eh keine Sau.
Hab mir vor kurzen n neuen Pulli gekauft im Rive étoile (großes Einkaufscenter mit mehreren Geschäften drin und einem Supermarkt). Danach wollte ich noch Gemüse einkaufen. Wisst ihr, was die mit euren Einkaufstüten machen?!? die tackern die zu. Sonst darf man die nicht mitnehmen. Frech!

Waren letzte Woche noch im Improtheater. Und was soll ich sagen. Pantomimisch, war das n Reinfall und sprachlich bin ich und auch die anderen überhaupt nicht mitgekommen. Immerhin haben die Deutschen dann an anderen Stellen gelacht. Franz sagte mal, dass es blöd is, wenn man viel versteht, aber genau die Pointe halt net: Zack: Gelächter. Während auf der Bühne jemand grad den sterbenden Schwan dargeboten hat. Und wir amüsieren uns immer über die französische Aussprache englischer Wörter und Personen. Beispiele gefällig? Wörter die tasächlich Gelesen werden, wie wir sie schreiben, also mit einem a, sprich der gängster wird zum gangster, fan, match,.. sehr witzig. Besser sind noch Schauspieler. Brad bidt (ich schreibe in Lautschrift, also genau so lesen, wie es da steht, ein a ist somit ein a und kein ä) padtrik swasi, mel gibsoon, schan austäe (klingt wie wenn ihr euch die Nase rümpft). Das seltsame ist, ich finde nicht mehr, dass die Franzosen nasal reden. Nur noch wenn ich selber rede. Und die Franzosen haben mittlerweile auch ihr wörter, die sie lieben wenn sie deutsch ausgesprochen werden. Bestes Beispiel vraiment. Das r hört man eigentlich nicht, was bei Franz, Anna (beide Rollen das r richtig stark)und auch bei mir nicht wirklich klappt. Wir sprechen es halt etwas deutsch aus. Naja.

So, heut abend gehts in einen russischen Film mit französischen Untertiteln. ich glaube ich werde nix verstehen. Aber mich interessiert der Film nunmal und da ist das vielleicht die Beste Alternative.Euch allen frohes Schafffen. Ach ja, habich erwähnt, dass heute hier Feiertag ist? Ende des 1. Weltkrieges wird gefeiert.

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Saturday, November 7, 2009

Urlaubsgrüße aus Deutschland

Ja, wer hätte es gedacht, dass ich in meiner Urlaubszeit mal in Deutschland aufkreuze. Genauergesagt in Allemagne, genauergesagt, in Allemagne de Provence. Ja dieses klein Deutschland hat auch nur süße 2000 Einwohner (oder noch weniger?).

So, wo fang ich am besten an zu erzählen. Alllsoo: Anna wollte schon immer in den Süden, ich eher in den Norden von Frankreich. Wir haben relativ spät angefangen mit suchen und so kam es, dass wir uns am Mittwoch nachmittag entschieden haben uns Tickets für Donnerstag früh zu kaufen. Waren so extrem-sonderangebots tickets für 29€ nach Marseille… ich mein hey, was will man mehr. So kams, auch, dass ich mit ihr zusammen gereist bin. Jugendherberge und das alles mussten wir uns dann vor Ort gesucht. Hat aber so ziemlich alles geklappt, bis auf einen kleinen Zwischenfall. Wir hatten am 3. Abend in Marseille ein Doppelzimmer in der Jugendherberge. Wir kamen nachts zurück und wollten einchecken. Wir sagten Zimmer 29, der Herr an der Rezeption gab uns einen Schlüssel. Ich fragte, ob wir nicht zwei haben könnten, er sagte das wäre der Letzte. Und schon da wurde ich stutzig. Wie der Letzte?? Ich sollte recht behalten. Wir polterten fröhlich munter in das Zimmer 29 um eine schon etwas ältere Frau aus dem Schlaf zu reißen. Diese war not amused. Und wir sind dann schnell wieder raus und wollten ein anderes Zimmer. Der Rezeptionist fragte, ob das Zimmer nicht in Ordnung sei.. nach kurzem Erklären und nach gefühlten 10minuten, die der Herr im Pc rumgesucht hat, gab er uns endlich neue Schlüssel. In einem Zimmer mit defektem Wasserhahn. Na super. Und nachdem Anna auch noch dranrumgespielt hat, lief das Wasser erstmal in Strömen. Toll zum einschlafen! Zu den Toiletten ist zu sagen: Die Südfranzosen brauchen wohl alle keine Klobrille. Diese findet man nur noch in sehr verschlafenen Winkeln. Ansonsten is die abmontiert. überall. In Cafés, in Bars, in Jugendherbergen (wisst ihr wie das in die Schenkel geht, wenn man mal,.. naja, das was halt alle nach gutem Essen machen ;)…macht. Da is nix mit gemütlich Zeitung lesen). Wie hab ich mir doch die chinesischen Löcher zurückgewünscht. Das war wenigstens komfortabler. Aber wer wird denn groß Meckern. Nach Marseille haben wir einen kleinen Abstecher nach Aix-en Provence gemacht. sehr nettes kleines Städtchen das nur für die Studenten gemacht ist. Juhu! Altersdurchschnitt ziemlich jung, überall Cafes, überall Kneipen, alles was das Herz begehrt. Und da ja Engel reisen hatten wir auch bis auf den 1. Tag immer schönes Wetter.
Das war der leichte Teil der Reise. Nun folgt der etwas beschwerlichere Teil mit Namen: Manosque sehen - und sterben. Wir fuhren nach Manosque zum einen a) weil es dort eine Jugendherberge gab und b) weil man uns ins Aix sagte, dass man uns dort wahrscheinlich am ehesten sagen könnte wie wir in die Gorges du Verdon kommen. Die Gorges, dass sind für alle Erdkundebegeisterte die größte Schlucht in Europa und die 5.größte auf der Welt. Also ein Riesen-oschi. Ich frag mich, warum die nicht viel mehr Werbung damit machen. Ich mein hey, den grand Canyon kennt doch auch jeder, wieso also nicht die Gorges? … Ich kann euch sagen warum: Weil das Verkehrsnetz dort gelinde gesagt nur schwach ausgebaut ist. Das mussten wir leider grausam feststellen. In Manosque angekommen (ich hasse Dörfer die auf nem Berg liegen, der Bahnhof aber am Fusse dessen liegt), und erstmal 1,5km bis zur Stadtreingelaufen, treffen wir auf eine übereifrige Frau im Touristenoffice an: “wie kommen wir zu den Gorges” “keine Ahnung, fragt am Bahnhof nach” (schon bei so einem Satz, möchte man am liebsten diese Frau würgen, lief man doch umsonst mit einem 20kg schweren Rucksack den Berg rauf). “wo kann man am besten übernachten bei den Gorges” “in jedem Dorf”. “welches Dorf würden sie empfehlen” “es sind alle schön” “wie kommen wir zur Jugendherberge” “die hat schon zu”.
Ihr könnt euch vorstellen, das unsere Laune binnen Sekunden auf dem Erdboden zerschellt ist. Wir namen es mit Humor und versuchten aus der Stadt rauszukommen. Hat nicht geklappt, also namen wir um 4 den Bus nach Riez, nur um dort festzustellen, dass das nächste Hotel 2km von der Stadt entfernt an einer Straße liegt. Juhu! Und es gibt natürlich keine Busse nach st. Moussier und überhaupt nichts. Nach diesem erneuten langen Marsch fielen wir erschöpft ins Bett. (kleines Gimmik: Die Fernsehbedienung war komplett in Plastik gehüllt: man könnte ja Fingerabdrücke drauf hinterlassen. Witzig)
Am nächsten Tag haben wir nachdem wir 2km richtung St. Moussiers (dem Nirgendwo der Provence schlechthin) gelaufen sind,  ein Taxi rangewunken (es war das einzige Auto das angehalten hat) und kamen nach St. Moussiers. Und endlich hatte mit uns jemand mitleid. Nämlich der Typ im Office du Tourisme. Nachdem er uns klar gemacht hat, dass wir von St. Mousier nur mit Taxi wieder wegkommen und auch danach wir eigentlich kaum Chancen haben weiterzukommen, hat er uns angeboten uns bis Digne de Bain mitzunehmen. Super klasse! Damit war der TAg gerettet. Wir konnten uns die schöne Landschaft angucken, sind fast an die Gorges rangekommen (ja das war blöd, der ganze Stress für etwas, was wir zum Schluss doch nicht gesehen haben), und haben uns an einem tollen Gebirgssee die Füße gekühlt. Abends gings dann nach Digne und von dort aus lief wieder alles klatt. Was ich nur nicht verstehen kann ist: Wenn das ganze so ne Touri-gegend ist, und das ist es im Sommer wohl echt. Wieso ist dann das Verkehrssystem so grottig. Überhaupt! In allen Städten scheint die Sache mit den öffentlichen Verkehrsmitteln noch ziemlich zu happern. Marseille. letzer normalerbus 20.00. letzte Ubahn. 22Uhr. , sprich wir haben uns manchmal schon in den Nachtbus um 20.45 gesetzt. Das ist doch Bizarr. Sowas kann man doch noch nicht Nachtbus nennen. der letzte fährt um 0:45. Auch am WE. Und das in Marseille. Echt beängstigend. In Avignon war es noch schlimmer. Letzer bus. um 19.41. schön, dass wir um 19.50 an der Bushalte stelle waren um zu gucken, wir wie am schnellsten zu unserer Jugendherberge kommen. Antwort: à pied. Überhaupt war unser Urlaub sehr sportlich. Ständig sind wir unterwegs gewesen, haben Städte angeguckt, sind durch die Calanques gelaufen (Riffe/Felsen bei Marseille), sind zum See und bis fast an die Gorges gelaufen (war auch wiedern kompletter Tag) und das Highlight schlecht hin: Wir haben uns in St. Maire de la mer Räder gemietet um im Naturschutzgebiet am Rande des Meeres rumzufahren. War echt wunderschön, auch wenn die Bilder leider net so der Hammer geworden sind. Das ist übrgens eines DER angesagten Treffpunkte für Flamingos im Winter. Haben schon ganz viele dort gesehen. Seltsame Vögel. Ich hätte ja gern ein Tandem gehabt, aber Anna war leider nicht zu überzeugen. Und hier kommt mal wieder ne Frage, die sich Jochen eigentlich den ganzen Tag aufm Radel gestellt hat: Warum müssen Männer so verdammt harte Sattel haben? Ich mein, (ohje, jetzt muss ich wieder im vorhinein einschieben, dass ich das, was jetzt kommt, nicht wertend sondern nur beschreibend meine und nicht böse meine und… ach mir glaubts ja doch keiner) Frauen sind doch eh schon besser gepolstert dort, wieso bekommen sie dann auch noch die weicheren Sattel? Oder wieso bekommen Männer nicht auch weichere Sattel? Dann könnte man sich doch den Scheiß mit den Einlagen in den Radlerhosen sparen. Oder hat das einen aerodynamischen - mir bisher nicht verständlichen - Grund? Ich weiß nur: mit einem Mountainbike über ständig unebenes sehr holpriges mit ungleichgroßen Steinen übersätes Gelände zu fahren, schmerzt auf die Dauer ziemlich. Ach ja noch ein weiterer Grund für weichere Sattel oder Sätte(l??): Männer haben dort sogar eine schmerzempfindliche Drüse. Also wer kam auf den: Männer sind hart im nehmen, deswegen bekommen sie härtere Sattel Scheiß? Ich bitte um kreative und interessante Antworten. Noch besser, wers tatsächlich weiß. Ich kann nur sagen, danach war die Klosache nochmal anstrengender. Aber die Tour hat sich trotzdem gelohnt. Wir hätten beinah (ja leider wieder nur beinah, ihr seht das aber auch viel zu negativ alles: der Weg, ja der Weg ist das Ziel) riesige Salzabbauwerke gesehen (also halt da wo Meerwasser verdampft und Salz zurückbleibt).
Anstelle dessen haben wir es uns halt am Meer bequem gemacht und unser lecker Essen ausgepackt. Es gab wie jeden Tag: Baguette. Und wieder Baguette, und wieder Baguette. Wahlweise mit Käse, SAlami, Tomaten oder an besonderen TAgen wie am Strand mit allen drei Sachen! Ja, Luxus, gelle. Hatten auch nach den Callanques unseren eigenen Kräutergarten dabei. Hatten dort Thymian und Rosmarin gefunden und gleich eingesteckt.
Nach St. Marie dela mer gings noch nach Avignon. Hammergeile Stadt. Kann ich echt nur jedem empfehlen. mit nem riesen coolen Schloss in der Mitte. Und coole Gassen und. Also dat is echt ne Stadt nach meinem Geschmack. Und alles ist umrundet von einer Stadtmauer.

ja und dann gings auch schon heim. Achja, was ich oben vergessen habe zu erzählen: wir haben die Insel/Gefägnis gesehen, von welcher der Graf von Monte Christo geflohen ist. Ihr alle kennt ja die Geschichte. Wenn nicht lesen, oder angucken(oder bei Wicki googeln). Denn das witzige daran ist: Eigentlich ist die Insel ja gar nicht so berühmt, sondern erst die Geschichte hat es gemacht. Sprich die Leute gehen dorthin, weil sie wissen, das eine Figur aus einem Buch dort mal gewesen ist. Merkt ihr wie abartig das klingt! Aber damit noch etwas mehr pep reinkommt, hat man noch den Mann mit der eisernen Maske draufgeschmuggelt. Man weiß zwar nicht ob er da war, aber es klingt so schön, wenn man es einfach über einen Zellenblock drüber schreibt. Und dafür zahlt man dann gesalzene 15Euro (muss noch ne Fähre bezahlen, die einen zur Insel bringt)

So, jetzt habt ihr aber viel gelesen, weitere Highlight, kommen ein ander mal

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Thursday, October 22, 2009

Französische Wäscheständer rocken

Ja, die Teile sind echt cool. Da kann man überall Wäsche aufhängen, an den Beinen, dan den Seiten, nur bis man den mal zusammengebaut hat. Ohje, ich sags euch.
Dementsprechend war ich auch zum ersten Mal Wäsche waschen. Das ist vielleicht kompliziert, wenn man die Anleitung nicht so wirklich versteht, aber es waren Gott sei Dank noch andere Leute zum Fragen da und so ist hoffentlich noch alles in der Größe wie es sein soll. Und ich hab jetzt auch eine Tüte Vanillin-Zucker… der Zusammenhang? Ganz einfach. Ich hatte kein Kleingeld für die Waschmaschine, und in dem blöden Salon gab es leider auch keine Möglichkeit einen Schein klein zu machen. Deswegen bin ich zum Araber nebenan und wollte den Schein kleingemacht haben. Dafür musste ich etwas kaufen. Und das billigste war nunmal ein Tütchen Vanillin-Zucker. Hey man weiß ja nie, wann man plötzlich mal einen braucht.
War am Wochenende in einer Bar/Disco verschnitt gewesen. Und an den Türen stand nur Zizi (siesie) und Zezette (sesedt). So wieder das schöne Ratespielchen.. in welche Tür geht hier rein. Ja meine Herren auch wenn es merkwürdig erscheint. Aber wir haben eine Sissi. Die Mädchen eine Sesedt. Mit diesen Worten erklärt man kleinen Kindern den Unterschied zwischen Mann und Frau. Ich erinnere mich nicht daran, dass die Deutschen einheitliche Wörter haben für das. Glaub alle Eltern erklären es anders. Überhaupt sind die Franzosen in dem Bereich etwas seltsam. Sie sagen zum Beispiel häufig, j’ai fait pipi /kaka.. auch für die Nicht-Franzosen unter uns ist wohl klar was das bedeutet. Und das sagen nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen! Schlimm.
Um wieder auf die Toilette zurück zukommen. Bei einem Pissoir wurde wirklich übertrieben. Das hängt nämlich in Brusthöhe. Kann mir mal jemand sagen, wie man da treffen soll? Na direkt nebenan zwei Griffe sind gibt es 2 Theorien. Theorie 1: Es ist für die Sportlichen, die sich wie beim BArren an den Griffen hochziehen und dann freihändig und mögllicherweise noch mit Handstand urinieren. Theorie2: Es ist für die Besoffenen, wenn sie kotzen müssen: Griffe zum Festhalten, Klo in Kopfhöhe, kein lästiges Bücken, kein, ich knall an die Türe, weil ich mich nicht festhalten kann und sich alles dreht. Sehr praktisch!

So, aber nun zum eigentlich Teil. Achtung Fanfaren: Ich fahr morgen früh nach Marseille und bleib am Meer bis nächste Woche Sonntag. Und das war n totales Schnäppchen. Hin und Rückfahrt kosten lediglich jeweils 29Euro. Gut, wir müssen uns noch darum kümmern, wo wir genau unterkommen, aber das wird schon. Ihr wisst ja, das hat immer irgendwie geklappt. Morgen früh… also besser gesagt in ein paar stundengehts los. Deswegen hier die letzte Nachricht für die nächste Woche. Werd mich erst wieder melden, wenn ich zurück bin. Aber ich denke an euch, wenn ich am Meer sitze und n Cocktail trinke. Und dabei das berühmte Ärztelied singe: “Ich lieg am Strand, mit einem Eiskalten Getränk in meiner Hand.” Ich hab ne Sonnenbrille auf, weil ich sie bruach die Sonne scheint mir auf den Bauch. So gehts doch auch.

In diesem Sinne frohes schaffen. hehehe

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Friday, October 16, 2009

Ich schmeiß mich weg

So liebe Freunde des gepflegten Humors… lern grad Vokabeln und es kommt grad eine Eselsbrücke nach der anderen:

enceinte bedeutet zum einen: schwanger, aber auch die Lautsprecherbox und die Stadtmauer. Da weiß man gleich wie französische schwangere Frauen ausschauen

négligé heißt überraschenderweise ungepflegt

und die Sprache wechseln heißt nicht changer langue, das bedeutet nämlich die Zunge austauschen, sprich ein Zungenkuss. Jaja die Franzosen, haben für einen begriff 20 bedeutungen und in der Regel hat jedes Verb eine zweite schlüpfrige Bedeutung.

So, das nur noch als kleines amuse gueulle.

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I want to ride my bike

So, Kinder, da bin ich mal wieder. Heute ist ausnahmsweise mal ein Regentag. Ich hoffe, das ist eine Ausnahme, bisher hat das WEtter doch auch immer so schön mitgespielt. So langsam wird es auch hier Winter und ich hab meinen großen Wintermantel schon Griff bereit gelegt. Vor allem aufm Fahrrad ist es jetzt kalt. Aber bei meinem Speed auch kein Wunder. Ich komm mir immer irgendwie wie ein Fahrradkurrier vor, denn der hält sich auch an keine Verkehrsregeln. Die Franzosen nehmen es mit den Ampeln nicht sonderlich genau. Fußgänger ignorieren eigentlich ständig rote Ampeln und für die Fahrradfahrer gibt es überhaupt keine REgeln. Die fahren auch bei Rot (Auto rot, kein Fußgänger rot, also nochmal ne Stufe heftiger) über eine gut befahrene Kreuzung. Aber daran kann man sich echt gewöhnen. Fahrradfahrer dürfen hier allen und sind die Checker der Straße. So wie ich ;) Gut, ich hab immer noch meine deutsche Manieren intus und tu mich teilweise noch etwas schwer, aber mit dem nötigen Franzosenpuffer (wer bei China immer mit gelesenhat, der kennt noch den Chinesenpuffer) funktionieren auch gut besuchte Straßen. Allerdings ist auch ein bisschen das Bauamt daran schuld, dass die Fahrradfahrer kreuz und quer in alle Richtungen flitzen, denn Fahrradwege gibt es nur bedingt und die hören auch immer mal wieder gerne mittendrin auf. Kein Wunder, dass man nicht mehr weiß, wie man richtig fahren soll.
So nun zu weiteren Dingen, die ich hier gelernt habe. Zum einen gibt es Gugelhupf auch salé, also deftig, mit Speck und Schinken. Sehr geil! Ach ja Walnüsse sind auch noch drauf. Dann gibt es ein Desinfektionsspray für die Hände. Jede Französin hat so eine desinfizierende Lotion dabei. (Wahrscheinlich wegen der Grippe, hier machen alle Panik deswegen). Ebenso gehört ein Tipp-Ex in das Mäppchen einer Französin, weil man kann doch nicht einfach ein falsches Wort durchstreichen, dann sähe doch der MItschrieb ganz furchtbar aus. Ganz krass. Von der französischen Disziplin habe ich bestimmt schon erzählt, oder? Die arbeiten tatsächlich, wenn der Prof aus dem Raum geht und sagt, er is dann mal für ne Stunde weg. die stimmen auch zu, wenn ein Termin in der Freizeit gefunden werden soll um weiter zu lernen. Die diskutieren tatsächlich weiter, wenn der Prof sagt, er geht jetzt nach Hause, weil er noch etwas erledigen muss. Kurz um: echt krass!! Von der langen Zeit mal ganz zu schweigen. Ich krach immer noch ab, wenn ich die 1.75h im Zimmer ohne Pause verbringen muss. Und die verlangen ja auch keine Pause. Jeder deutsche hätte shcon längst nachgefragt, oder Lärm gemacht, oder seine Tasche gepackt um zu signalisieren dass jetzt genug des Guten ist. Aber die… Ich neschtel schon die ganze Zeit auf meinem Stuhl, sitze schon im Mantel da und habe meine TAsche gepackt während die noch fröhlich weiter diskutieren.. echt krass! (In Belgien soll es nochmal krasser sein, aber wer will auch shcon in Belgien studieren ;)) Desweiteren habe ich gerade herausgefunden (ich nehme an, die meisten wissen es wahrscheinlich) das die Berühmte FAmilie barbapapa aus dem Französischen kommt: barbe à papa: Sprich der Bart vom Papa, allerdings bedeutet das in Frankreich wieder was anderes (die Franzosen und ihre Zusammengesetzten Worte… echt schlimm!). Es bedeutet Zuckerwatte!! So, wieder etwas gelernt. Auch haben die hier schöne Sprichwörter wie: j’ai la pêche oder J’ai la banane (ich habe den Pfirsich, ich habe die Banane). bedeutet, ich bin in Topform und ich hab einen Clown gefrühstückt.Ebenfalls bei Anna sehr beliebt, wir haben noch keine Schweine zusammen aufgezogen für so gut kennen wir uns aber noch nicht. Hab übrigens wieder ein unnötiges Wort gelernt. coquelicot - Aussprache: kokeliko (so wie der Hahn macht :D). Das ist der Klatschmohn. Ach ja, wenn man den franzosen auf den Fuß tritt kommt kein au, sondern ein oi oder ein aie raus. Sehr witzig, müsst ihr unbedingt auch mal machen. Anna, Ruth und ich haben uns mittlerweile eine Liste erstellt mit den Dingen die wir zusammen hier anstellen wollen. Außerdem haben wir schon Zettelchen gezogen, wer wem einen Adventskalender basteln muss. Ich wollt ja eigentlich nicht, aber dann bekomm ich auch keinen.. und das is ja auch blöd! Anna hat leider Pech, dass ich ihn ihr mache. Sie hat schon versucht, ob man nicht nochmal neu ziehen könnte. Ruth hat es verneint. Gestern haben wir dann schonmal unsere gemeinsame Zeit Revue passieren lassen. Wir kannten uns ja davor so gut wie nicht. Und jetzt lachen wir doch ganz viel zusammen. Es wurden die Besten Zitate schonmal gesammelt. Wir haben uns kringelig gelacht. Ach ja, mal wieder etwas zu Franzosen und Timming:
Wir wurden am Mittwoch von unserre Hochschule empfangen: 1Monat später, dass muss man sich erstmal vorstellen. Die Deutschen wären an dieser Stelle schon längst im Boden versunken! Und wir mussten uns schon wieder vorstellen. Ich hasse das. WEnn all auf einen gucken und man nur noch am rumstottern ist. Ich muss dringend mehr französisch lernen. ABer das ist halt sosososo schwer. Das Wochenende wird sich wieder mit einigen getroffen und getrunken (aber natürlich ganz bescheiden)
euch auch ein schönes WE beziehungsweise eine schöne Woche

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Monday, October 12, 2009

Les francais sont fous

Die Franzosen spinnen, oder das soll es zumindest übersetzt heißen. Weil die haben hier ähnliche Aufnahmeriten an den Unis wie die in Amiland. Sprich die Freshman (1. Jahr Uni) müssen sich schmincken lassen, ziehen dann durch die Straßen und müssen so ziemlich jeden Blödsinn mit machen. Unter anderem Leute anquatschen, laut singen und sich naggisch machen. Richtig. Un zwar so viel wie möglich. Einige mussten auch komplett entkleidet in einen Brunnen springen. Brrh kalt. Der nächste durfte nur sein Hemd anbehalten (richtig nichts drunter) und das obwohl er an dem Touriplatz schlechthin stand. Also ich finde das ziemlich krass!
Dieses Wochenende hatten wir auch zum ersten Mal richtig Kontakt mit den Franzosen. Sie wollten uns die Stadt etwas zeigen. Sehr geil. Das ganze ging allerdings nur ne halbe Stunde, denn nachdem wir aus Höfflichkeit den Dom mitbesucht haben, wussten sie nicht mehr wohin mit uns. Ins petite France, aber da wohnt ja Anna, ins Judenviertel, aber da wohnt ja Ruth, die anderen Dinge haben wir schon gesehen… es war ziemlich witzig. Und was macht man wenn man schon alles kennt?? Richtig, wir sind was trinken gegangen, habe ne weile Karten gespielt, dann kurz heim und wieder treffen zum Pizza essen. Die waren vielleicht lecker und die Nudeln die ich hatte waren au voll gut. Wir haben viel gelacht. Jetzt können die Franzosen wieder ein paar deutsche aussprüche mehr und ich ein paar französische. Zum Beispiel, dass Wortspiel mit “ich kann gut französisch” funktioniert in Frankreich nicht. Die wussten nichtmal, dass sie die verfechter davon sind ;) Dafür gibt es die spanische Variante. Und ein schimpfwort ist ein grandmot, also ein großes Wort. Und le culbut, also eigentlich Zielarsch ist der Purzelbaum. Ihr könnt euch also vorstellen, wie die franzosen einen Purzelbaum machen. Allerdings hab ich erfahren, dass das Verb dazu wohl sehr vulgär ist. Wie hat eine gesagt. Wenn du das zu einer Frau sagst, das ist nicht romantisch, dafür sollte sie dir eine scheuern ohne jede Gnade. Gut verstanden!
Am Freitag haben Anna, Ruth und ich noch einen trip nach Saverne gemacht. Ein kleines Nest westlich von Strasbourg. Die fahrt dahin war ziemlich teuer. Wir müssen mal noch gucken, dass wir hier eine günstigere Möglichkeit finden. Die Stadt selber war so lala, aber die Burg war voll Cool (nachdem wir sie endlich gefunden hatten). Sie ist auf einen Buntsandsteinfelsen gebaut und teils inden Felsen rein und ach sieht cool aus. Gab dann auch gleich ein Fotoshouting. Abends wurde dann ein fauler gemacht damit wir uns am Samstag wieder treffen konnten um mit den Franzosen spazieren zu gehen, das wurde zu Essen kochen, das wurde zu gemeinsam Wizard spielen (ja ich hab einmal gewonnen), das wurde zu gemeinsam Lieder singen (ich sag nur alle Disney Lieder wurden gesungen 2-3sprachig, dann ging man auf normalere lieder über, war viel zu geil!) und zum schluss hat man zusammen getrunken. viel getrunken. Und jetzt meine Frage: Einen Schnaps, also willi, kirsch, obstler etc. kippt man den in einem Zug runter oder nippt man an dem nur? Weil ich bin der Meinung man kippt. aber die anderen haben mich ziemlich irritiert angeguckt, als ich das gemacht hatte. Ups!

Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Hier wird es kälter und die Heizung läuft langsam auf vollen Touren, wobei hier jedes Zimmer seine Besonderheit hat. das eine kann man nicht regeln (Bad), eines kann man Individuell machen(meins), zwei laufen mit Sabines Zimmer (Küche, Wohnzimmer) und ihr Zimmer muss übern Thermostat geregelt werden. Hoffentlich klappt das immer.
Bald sind übrigens Allerheiligenferien. Voll Cool! Da wird nochmal ne kleine Rundreise gemacht.

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Thursday, October 8, 2009

Kinder, wie die Zeit vergeht

Ja, ich weiß, ich wollte mich schon längst melden, aber irgendwie kam immer was dazwischen. Und schon ist wieder ein Momat rum, ohne dass ich groß was von mir hören hab lassen. Ja ich schäme mich ja schon :D

So, mittlerweile habe ich einen Laptop! Juhu, das bedeutet, ich muss nicht immer in die Uni, um dort was zu schreibne, sondern ich kann das zu Hause machen. So wie jetzt. Sitzt grad im Garten und genieß die Sonne. In der Uni konnte man nämlich nie die Sprache der Tastatur in deutsch ändern. DAs höchste der GEfühle war, dass man mit der englischen Sprache schreiben konnte. Das hab ich dann manchmal auch gemacht für die wichtigen Dinge. Aber mal ehrlich, deutsch denken, auf ner französischen Tastatur tippen und überlegen wo im englischen die Buchstaben sind. Das ist echt zuviel.

Zu hause läuft es so lala. Sabine und ich werden wohl nie grün miteinander werden. Sie hat einfach einen anderen Rythmus wie ich und auch andere Erwartungen an das praxissemester. Sie lernt einfach den ganzen Tag. Wenn ich morgens aufstehe ist sie schon vor ihrem Schreibtisch (sie steht um 6 Uhr auf, da lernt sie am besten). Wenn ich von der Uni zurückkomme ist sie meist shcon wieder da und liest irgendwelche wissenswerte Bücher zu ihrem Studium in ihrem Zimmer (egal was für ein geiles Wetter es draußen ist). Wenn ich mich frisch mache zum ausgehen, sitzt sie immer noch darüber… nein nein, das ist nichts für mich. Abgesehen davon bekommt man echt einschlechtes gewisen, wenn man merkt, dass sie auch ständig Vokabeln paukt und man selber es sich bloß immer wieder vornimmt. Außerdem wirkt sie immernoch ein bisschen lebensunerfahren. Beispiele gefällig? : Also 1. Sie hat mit dem Küchenschwamm und dem Küchenlappen das Bad und die Toilette sauber gemacht und dann wieder in die Küche gelegt. Als ich sie ne Woche später nach den Lappen gefragt habe (dann hatte ich nämlich Baddienst) zeigte, sie nur auf die Lappen, mit denen ich dann schon mehrfach das Geschirr abgewaschen habe. Sie fand das nicht weiter schlimm, schließlich is doch Spülmittel dran. Ja aber wahrscheinlich noch ganz andere Sachen. Igitt!! Ebenfalls hat sie als wir neulich mit der vermieterin zusammen die Heizung angestellt haben, gefragt, ob es reicht, wenn man 18 Grad im Zimmer hat zum Lernen.. Sie hat wohl nicht so wirklich ein Temperatur empfinden. Ebenfalls hat sie sich nicht getraut den Gasherd anzumachen,b evor ich hier war und den GAsofen muss immer noch ich anmachen. Den Gasherd lässt sie gerne mal offen. Also sprich es gibt 2 Dinge zu beachten. Einmal das der Herd aus ist, und zweitens, das der Zugang vom Gas auch geschlossen ist. Eines von den beiden dingern (meistens den Zugang) vergisst sie gerne mal. Sprich ich werde irgendwann hier in die Luft fliegen. Und dann ist sie irgendwie in vielen Dingen noch naiv oder weiß nicht wie man es amchen muss, und ich habe das Gefühl, dass ich ständig in der Vaterrolle bin. Naja immerhin kann man sich in der Wohnung einigermaßen gut aus dem Weg gehen. Das mit dem getrennten Kochen hat sie immer noch nicht so ganz verstanden und sagte mir erst heute wieder dass wir Gemüse bräuchten. Ich darauf,. Jeder ist für sich selber verantwortlich… naja, aber es könnte schlimmer sein, und vielleicht bin ich ja auch der pingelige und seh Dinge einfach zu genau aber… ach es ist auf jeden Fall nicht so ne coole Wg wie ich es erfhofft hatte.

So zur Uni zu kommen. Die kurse sind jetzt alle nicht so der Reißer, in Deutschland gibt es momentan echt bessere. DAs könnte aber auch damit zusammenhängen, dass ich immer noch nicht so viel versteh im Unterricht. Die reden aber auch alle so schnell. Und was noch viel krasser ist. Franzosen haben eine Art Stenosprache. Der Prof diktiert einmal einen Satz und die Franzosen haben ihn sofort aufgeschrieben, während die Deutschen gerade mal 2 Wörter haben. Beispiele gefällig?: /s: sous  s/:sur  +:plus  tt: tout  ts:tous: dt:dont ds:dans  dc: donc  pt: peut ê:être ^m:même  ^c:comme  hochgestelltes t: ent hochgestelltes o: ion hochgestellten e:ance und so weiter! Also echt krass, sprich abschreiben bei deinem Sitznachbarn is gar net so einfach, denn erstmal muss man alle diese Dinge wissen und verstehen. Schließlich ist kaum ein wort ausgeschrieben. Am fiesesten is immer noch das q, denn das kann qui oder q heißen und mir ist als net immer so wirklich klar, was jetzt stimmt. Gott sei dank lassen uns die Profs immerhin noch in Ruhe, sodass wir einfach vor uns hin träumen können und die Gedanken schweifen lassen können.

Oh, mist, ich hab grad vergessen, dass ich ja um 2 ein Termin hab. Ich treff mich mit lauter Franzosen aus unserem Kurs (also halt von unserer Schule) Sie wollen uns (den Deutschen) die Stadt zeigen. DA kommen sie zwar etwas spät, schließlich sind wir shcon seit einem Monat hier und somit kennen wir die Gegend ja auch etwas. ABer es ist trotzdem süß, dass sie sowas machen. So, ich hoff ich komm morgen nochmal zum schreiben.

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Thursday, September 10, 2009

Lektion3: Dosen kommen in die blaue Tonne

Mülltrennung ist hier auch so eine Sache. Eigentlich ist es nicht so schwer, wenn man es erstmal verstanden hat. Eigentlich kommt alles in die blaue Tonne, außer Glasflaschen, Papier, karton und größere Plastikverpackungen, wie Plastikflaschen z.B. Diese Sachen kommen nämlich in die gelbe Tonne. ist zwar seltsam, dass Plastik in zwei verschiedene Behältnisse kommt. Aber ok.
So langsam leben Anna, Ruth und ich uns ein. Es gibt immer noch viele Dinge zu erledigen, aber so langsam wird dat wat. Wir haben alle unsere Zimmer. Ich hab ein Fahrrad, die Kurse für die Uni sind gewählt, wir haben ein Carde culture, wahrscheinlich bald eine mensa karte. Ab morgen ein französisches Bankkonto, ab hab ich wahrscheinlich ein französisches handy (das deutsche Netz verabschiedet sich exakt zu dem Zeitpunkt, wenn man über den Rhein fährt und ist danach auch nicht mehr auffindbar).
Die Sache mit dem Wohngeld beantragen könnte noch etwas kompliziert werden und die Sache mit dem Auslandsbafög hab ich wohl verschwitzt. Jaja ich weiß. Ich Held.
Dazu fällt mir noch ein. Die erste Woche, in der ich meine neue Heimat bezogen habe, hab ich so ziemlich alles vergessen, was man zum Leben braucht. Zahnpasta, Duschgel, Handtuch, Shampoo, Bettwäsche… gott sei dank hat Anna zwei Nächte bei mir geschlafen (damals hatte keine Wohnung) und hat mir netterweise mit ihrem Zeug ausgeliehen. Ja mein Bett hab ich dann endlich diese Woche Dienstag bezogen (irgendwie kam ich am Montag noch net dazu. Aber hey, es ist echt kuschelig. Ach ja mein Bett. es ist winzig. Hat ein Kopf und ein Fußteil und ist höchstens 1,90m lang. Sprich ich muss mir langsam neue Schlafpositionen aussuchen, weil die üblichen funktionieren leider nicht mehr. Auch wird unsere Bude im Winter ein wahrer Eispalast sein, weil die Fenster hundsmiserabel isoliert sind. Schon jetzt is es abends gut frisch. Nicht zuletzt hör ich die Störche trotz geschlossener Fenster im benachbarten Park abends immer klappern. Und man merkt das es Herbst wird. Die Krähen ziehen auf. Ich hab ständig Hitchkocks “Die Vögel” im Kopf (oder the Crow), wenn riesige Schwärme über mein Kopf hinweg ziehen.

Zum Ausgehen ist Strasbourg ganz nett. Ständig sind irgendwelche ERASMUS-Parties, wo man auf ständig neue Leute trifft, die man aber meistens am nächsten Tag wieder vergessen hat ;) Man hört auf solchen parties die unterschiedlichsten Sprachen und wenn man selbst in einem Gespräch ist, wechseln die Sprachen von deutsch zu französisch zu englisch zu spanisch und wieder zurück. Da soll man noch einen klaren Kopf bewahren. Der Wein tut natürlich sein übriges. Witzgerweise haben die diesen in so tussigen kleinen fast schon winzigen Weingläschen, bei denen man die hälfte verschüttet hat, bis man von der Bar zurück zur Gruppe gelaufen ist.
Heut abend ist z. B. die erste ERASMUS-Disco. ich bin gespannt, ob viele Leute dortsein werden, oder ob wir nur eine handvoll sind. Was ich aber auf jeden FAll empfehlen kann sind die Flams! Richtig geile leckere Flammenkuchen, die es in den verschiedensten Variationen gibt. Egal ob süß oder sauer - es ist definitiv für jeden etwas dabei.

Ach ja noch eine kleine Kloanektdote. Unser Klo ist natürlich wieder so klein, dass man morgens wenn man sich hinsetzt gleich wieder einpennen könnte, weil man den Kopf an die Tür lehnen kann, die direkt vor einem ist. Genau so kuschlig wie auf Julis Toilette. Und in der Uni gibt es eine Pissrinne, die mit Pissoirs übermauert wurde. Nur die Anschlüsse wurden irgendwie nicht sauber gelegt, sodass der ganze Saft aus den Pissoirs wieder direkt in die Pissrinne tropft und von dort dann in den Abfluss. Da fragt man sich doch: Warum gibt es überhaupt Pissoirs dort??

Neue Vokabeln: le beau fils ist der schwiegersohn und la belle mere die schwiergermutter. beau und belle bedeuten beidesmal schön/hübsch. Also kein Vergleich zum Schwiergermonster, oder zum Schwiergerdrachen in Deutschland. Hier freund man sich auf die Familie des anderen ;)  und wer hätte es gedacht: quasi ist ein französisches wort.

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